Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand hat folgende Befugnisse zur Ausgabe von Aktien sowie zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien:

Er darf das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 4. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals erhöhen:

  • um insgesamt bis zu 550 000 000 € (Genehmigtes Kapital 2010/I). Zur Sicherung der Rechte von Inhabern von Options- oder Wandelschuldverschreibungen und im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für Spitzenbeträge, soweit dies erforderlich ist, um Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten beziehungsweise Pflichtwandelanleihen zu bedienen, sowie dann ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die neuen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auch im Fall einer Sachkapitalerhöhung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
  • um insgesamt bis zu 11 416 000 € (Genehmigtes Kapital 2010/II). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden, um die neuen Aktien an Mitarbeiter der Allianz SE und ihrer Konzerngesellschaften auszugeben, sowie für Spitzenbeträge.

Außerdem ist das Grundkapital um 250 000 000 € (Bedingtes Kapital 2010) bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird jedoch nur durchgeführt, soweit Wandlungs- oder Optionsrechte aus Schuldverschreibungen, welche die Allianz SE oder deren Tochterunternehmen aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 ausgegeben haben, ausgeübt oder soweit Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden.

Darüber hinaus darf der Vorstand aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG bis zum 4. Mai 2015 eigene Aktien erwerben und zu sonstigen Zwecken verwenden. Diese dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Allianz SE befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals ausmachen. Die gemäß dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu allen rechtlich zulässigen, insbesondere den in der Ermächtigung genannten Zwecken, verwendet werden. Darüber hinaus dürfen eigene Aktien gemäß dieser Ermächtigung durch den Einsatz von Derivaten wie Put-Optionen, Call-Optionen, Terminkäufen oder einer Kombination dieser Instrumente erworben werden, sofern sich diese Derivate nicht auf mehr als 5 % des Grundkapitals beziehen.

In- oder ausländische Banken im Mehrheitsbesitz der Allianz SE dürfen im Rahmen einer bis zum 4. Mai 2015 geltenden Ermächtigung der Hauptversammlung Allianz Aktien für Zwecke des Wertpapierhandels erwerben und veräußern (§ 71 Absatz 1 Nr. 7 und Absatz 2 AktG). Die in diesem Zusammenhang erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den anderen von der Allianz SE gehaltenen oder ihr nach den §§71a ff. AktG zuzurechnenden eigenen Aktien zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Allianz SE ausmachen.

ShareThis: