Vorstandsvergütung der Allianz SE

Die Vorstandsvergütung wird vom gesamten Aufsichtsrat festgelegt. Sitzungen werden vom Personalausschuss vorbereitet, der bei Bedarf vom Bereich Group HR und von anderen Zentralfunktionen unterstützt wird. Falls erforderlich, werden externe Berater hinzugezogen. Der Personalausschuss und der Aufsichtsrat beraten sich im angemessenen Maße mit dem Vorstandsvorsitzenden, um Leistung und Vergütung aller Vorstandsmitglieder zu beurteilen. Der Vorstandsvorsitzende ist nicht anwesend, wenn seine eigene Vergütung behandelt wird. Die vom Personalausschuss und Aufsichtsrat behandelten Personalangelegenheiten und Vergütungsthemen werden im „Bericht des Aufsichtsrats“ ab hier beschrieben. Das Vergütungssystem wurde in der Hauptversammlung 2010 erläutert und von dieser gebilligt.

Grundsätze und Marktpositionierung der Vorstandsvergütung

Die Vergütung ist so ausgestaltet, dass sie angesichts der umfassenden Geschäftstätigkeit der Gruppe, des operativen Geschäftsumfelds und der erzielten Geschäftsergebnisse im Vergleich zu unseren Wettbewerbern angemessen ist. Ziel ist es, hochqualifizierte Führungskräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden – vor allem aber, eine nachhaltig wertorientierte Unternehmensführung zu gewährleisten und zu fördern.

Dabei gelten folgende Grundsätze:

  • Unterstützung der Gruppenstrategie: Die Leistungsziele stehen im Einklang mit der Gruppenstrategie der Allianz.
  • Verknüpfung von Vergütung und Leistung: Die variable, leistungsabhängige Komponente hat einen signifikanten Anteil an der Gesamtvergütung.
  • Schwerpunkt der variablen Vergütung auf Langfristigkeit: Ein Großteil der variablen Vergütung berücksichtigt nachhaltig erbrachte Leistungen und wird erst nach drei beziehungsweise fünf Jahren ausgezahlt.
  • Angleichung an Aktionärsinteressen: Ein Kernelement der Vergütung ist an die Kursentwicklung der Allianz Aktie geknüpft.
  • Integration und Ausgewogenheit: Variable Vergütungskomponenten ergänzen sich gegenseitig, sichern ein ausgeglichenes Verhältnis von Chancen und Risiken für unterschiedliche Ergebnisszenarien und stehen im Einklang mit effektiver Governance.

Der Aufsichtsrat berät über Struktur, Gewichtung und Höhe der einzelnen Vergütungskomponenten. Vergütungsstudien werden regelmäßig von Beratungsfirmen mit herausragender Marktkenntnis bezogen. Die Vergleichsgruppe besteht in erster Linie aus DAX-30-Unternehmen. Zusätzlich werden auch führende und diversifizierte europäische Versicherungs- und Finanzdienstleistungsinstitute als Vergleichsgruppe herangezogen. Die Höhe der Grundvergütung liegt im Allgemeinen um den Median der Vergleichsunternehmen, kann jedoch in einzelnen Jahren davon abweichen. Die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ist vergleichsweise stärker auf erfolgsbezogene sowie langfristige Bestandteile ausgerichtet. Vergütungsstruktur und Nebenleistungen werden ebenfalls regelmäßig mit der „Best Practice“ verglichen. Über die Notwendigkeit von Anpassungen befindet der Aufsichtsrat. Er berücksichtigt dabei relevante Marktdaten, die Wettbewerbsfähigkeit der Gesamtvergütung, den Unternehmenserfolg, die allgemeine Wirtschaftslage und die Entwicklung der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu anderen Vergütungsniveaus innerhalb der Gruppe.

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Struktur und Bestandteile der Vorstandsvergütung

Die Vorstandsvergütung umfasst neben Pensionszusagen/vergleichbaren Leistungen und Nebenleistungen im Wesentlichen vier Hauptelemente, die bei der jährlichen Zielvergütung etwa gleich stark gewichtet sind: Grundvergütung, Jährlicher Bonus, Jahresanteil des Drei-Jahres-Bonus und aktienbezogene Vergütung. Das Verhältnis von fixer zu variabler Vergütung liegt bei ungefähr 25 zu 75 %.

Grundvergütung

Die Grundvergütung ist ein fixer Vergütungsbestandteil. Sie richtet sich nach den Aufgaben- und Verantwortungsbereichen und spiegelt die nachhaltige Leistung bei der Erreichung der Allianz Ziele wider. Die Grundvergütung wird als jährlicher Barbetrag ausgewiesen und in zwölf monatlichen Raten gezahlt.

Variable Vergütung

Die variable Vergütung zielt auf Ausgewogenheit zwischen kurzfristiger Zielerreichung, langfristigem Erfolg und nachhaltiger Wertschöpfung ab. Sie gewährleistet ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen und ist so konzipiert, dass sie auch in unterschiedlichen Ergebnisszenarien sowie einem sich ändernden Geschäftsumfeld eine angemessene Vergütungshöhe sicherstellt. Die variable Vergütung wird entsprechend den Regelungen des „Allianz Sustained Performance Plan“ (ASPP) gewährt. Sie besteht aus den folgenden, gleich gewichteten Komponenten:

  1. Jährlicher Bonus (kurzfristig): eine leistungsbezogene Barzahlung, die von der Zielerreichung im jeweiligen Geschäftsjahr abhängt.
  2. Drei-Jahres-Bonus (mittelfristig): eine leistungsbezogene Barzahlung, die die nachhaltige Zielerreichung über einen Zeitraum von mehreren Jahren abbildet.
  3. Aktienbezogene Vergütung (langfristig): Besteht aus virtuellen Aktien, sogenannten „Restricted Stock Units“ (RSU). Die Erreichung der jährlichen Ziele bildet die Basis für den Zuteilungswert. Die langfristige Performance der Gruppe spiegelt sich in der Kursentwicklung der Allianz Aktie über den Vier-Jahres-Zeitraum zwischen Zuteilung der RSU und Ablauf der Sperrfrist wider.

Die maximale Zielerreichung für die variablen Vergütungsbestandteile ist einheitlich auf maximal 165 % begrenzt. Der Aufsichtsrat kann in der Bewertung der Zielerreichung die variable Vergütung dementsprechend innerhalb einer Spanne von 0 bis 165 % der Zielvergütung festlegen. Der mögliche Wertzuwachs der RSU ist auf maximal 200 % des Zuteilungskurses begrenzt. Zudem kann die Auszahlung der variablen Vergütung auf Veranlassung der staatlichen Aufsichtsbehörde und kraft deren gesetzlicher Befugnisse eingeschränkt werden oder entfallen.

Die folgende Abbildung zeigt den Gesamtwert des Vergütungspakets (ohne Pensionszusagen und Nebenleistungen) für unterschiedliche Ergebnisszenarien (Null, Zielwert, Maximum). Zudem werden die einzelnen Vergütungsbestandteile und deren Anteil an der fixen und variablen Vergütung dargestellt.

Jährliche Vergütungshöhe bei unterschiedlichen Ergebnisszenarien Beispiel: ordentliches Vorstandsmitglied mit einer Grundvergütung in Höhe von 700 Tsd € und einer variablen Zielvergütung in Höhe von 2 100 Tsd €

Jährliche Vergütungshöhe bei unterschiedlichen Ergebnisszenarien
Eine maximale Auszahlung der variablen Vergütung in Höhe von 165 % würde bezogen auf die Gesamtvergütung auf Zielbasis zu deren Anstieg um rund 49 % führen, während eine Auszahlung von 0 % zu einer Verringerung um 75 % führen würde. Die jährliche Rückstellung für den Drei-Jahres-Bonus deutet lediglich eine vorläufig angenommene Entwicklung aufgrund der jährlichen Zielerreichung an. Nach Ablauf der dreijährigen Leistungsperiode bewertet der Aufsichtsrat die Zielerreichung und setzt die Auszahlungshöhe abschließend fest.

Im Folgenden werden die übrigen Bestandteile der Vorstandsvergütung – Pensionszusagen/vergleichbare Leistungen sowie Nebenleistungen – beschrieben.

Betriebliche Altersvorsorge und vergleichbare Leistungen

Ziel ist die Gewährung eines wettbewerbsfähigen, kosteneffizienten und risikoadäquaten Angebots an Vorsorgeleistungen (Altersrente, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente, Hinterbliebenenleistungen) durch entsprechende Pensionszusagen. Seit dem 1. Januar 2005 nehmen Vorstandsmitglieder an einem beitragsorientierten Altersvorsorgesystem teil. Vor 2005 sahen die Pensionsverträge für Vorstandsmitglieder die Zusage eines Festbetrags vor, der nicht an die Entwicklung der fixen oder variablen Vergütung gekoppelt war. Die aus diesem Plan resultierenden Anwartschaften wurden zum Jahresende 2004 festgeschrieben. Darüber hinaus sind alle Vorstände Mitglieder der Pensionskasse, der Allianz Versorgungskasse VV aG (AVK), und der rückgedeckten Unterstützungskasse, des Allianz Pensionsvereins e.V. (APV). Diese decken die betriebliche Altersversorgung für Grundgehälter bis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ab.

Die Beitragszahlungen der Gesellschaft in den aktuellen Pensionsplan sind von der Dauer der Vorstandstätigkeit abhängig und werden in einem Fonds mit einer garantierten jährlichen Mindestverzinsung angelegt. Bei Renteneintritt wird das angesammelte Kapital in Rentenleistungen umgewandelt. Eine zusätzliche Risikoprämie von 5 % des regulären Pensionsbeitrags wird für die Abdeckung des Todesfall-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrisikos gezahlt. Die Alterspension beginnt frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres; Ausnahmen sind eine medizinisch bedingte Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit oder der Todesfall. In diesen Fällen werden die bereits erreichten Altersrentenanteile gegebenenfalls um eine Zurechnungsrente ergänzt. Hinterbliebene erhalten für gewöhnlich 60 % (für Witwe/Witwer) und 20 % (je Kind) der Pensionsleistungen des Vorstandsmitglieds, wobei die Gesamtsumme 100 % nicht übersteigen darf. Wird das Mandat aus anderen Gründen vor Erreichen der Altersgrenze beendet, bleibt gegebenenfalls ein Anspruch auf eine unverfallbare Versorgungsanwartschaft bestehen.

Nebenleistungen

Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte Nebenleistungen – im Wesentlichen Beiträge für Unfall- und Haftpflichtversicherungen sowie die Bereitstellung eines Dienstwagens. Gegebenenfalls werden Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung und in begründeten Fällen Sicherheitsmaßnahmen gewährt. Nebenleistungen sind nicht leistungsabhängig. Die steuerpflichtigen Nebenleistungen werden von den Vorstandsmitgliedern individuell versteuert. Die Höhe der Nebenleistungen wird in regelmäßigen Abständen durch den Aufsichtsrat überprüft.

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Zielvereinbarung und Leistungsbemessung für die variable Vergütung

Die Leistungsziele für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder werden jährlich vom Aufsichtsrat festgesetzt. Diese werden für das jeweils nächste Geschäftsjahr sowie alle drei Jahre für die mittelfristige Leistungsperiode dokumentiert. Die Zielkategorien sind nachfolgend beschrieben.

Zielkategorien der variablen Vergütung

      Geschäftsbereich/Funktion Zentralfunktion
1Aufgrund der Zuständigkeit für Mondial (jetzt Allianz Global Assistance) wurden für Dr. Christof Mascher zusätzliche operative Gewinnziele festgelegt.
Jährlicher makeLink() (kurzfristig) Quantitative Ziele 75 %    
Gruppenziele 50 % Gleiche Gewichtung zwischen
  • Jährlicher operativer Gewinn
  • Jahresüberschuss auf Anteilseigner entfallend
 
Ziele des Geschäfts- bereichs/ Funktionen 25 % Operativer Gewinn des entsprechenden Geschäftsbereichs Controlling, Reporting, Risiko
  • Solvency I ratio
  • Dividendenausschüttung
Finance
  • Investment-Ergebnis
  • Cash-Flow-Generierung
Operations
  • Effizienz
  • Operatives Ergebnis von Travel/Assistance1
Qualitative Ziele 25 % Spezifische individuelle Prioritäten für 2011 pro Vorstandsmitglied 5 Kategorien, die für die Gruppenstrategie 2010 - 2012 wesentlich sind
  • Bevorzugter Partner („Partner of Choice“) für alle Interessengruppen (Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Öffentlichkeit)
  • Profitables Wachstum
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Entwicklung des Marktmanagements (zum Beispiel Vertriebskanäle, Kundensegmente und profitables Kundenwachstum)
  • Schutz des Eigenkapitals
Die Zielerreichung des Vorstandsvorsitzenden bemisst sich nach der durchschnittlichen Zielerreichung der anderen Vorstandsmitglieder und kann unter Berücksichtigung der persönlichen Leistung des Vorstandsvorsitzenden gegebenenfalls durch den Aufsichtsrat angepasst werden.
Drei-Jahres-makeLink() (mittelfristig) Portfolioentwicklung   Basis auf Gruppenebene
  • Durchschnittliches Wachstum 2010 - 2012
  • Kapitalrendite 2012
Basis auf Ebene des Geschäftsbereichs
  • Durchschnittliches Wachstum 2010 - 2012
  • Kapitalrendite 2012
Nachhaltigkeitsprüfung anhand qualitativer Kriterien  
  • Vergleich von tatsächlichem und erwartetem Wachstum
  • Entwicklung der Profitabilität
  • Vergleich mit den wesentlichen Wettbewerbern
  • Eintritt außergewöhnlicher Ereignisse
  • Eigenkapital gemessen am internen Risikokapitalmodell
  • Zusätzliche Nachhaltigkeitskriterien (zum Beispiel Kunden-/Mitarbeiterzufriedenheit)
Aktienbezogene Vergütung (langfristig) Nachhaltige Steigerung des Aktienkurses    

Die Auszahlungshöhe beim Jährlichen Bonus richtet sich nach dem Erreichen quantitativer und qualitativer Ziele innerhalb des jeweiligen Geschäftsjahres. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat eventuelle Anpassungen beschließen, um so die allgemeine Geschäftslage und die individuelle Leistung stärker zu berücksichtigen. Die quantitativen und qualitativen Ziele werden vom Aufsichtsrat mit dem Ziel einer angemessenen Kapitalrendite festgelegt.

Der Drei-Jahres-Bonus berücksichtigt die Nachhaltigkeit der Zielerreichung über den Leistungszeitraum sowie das Ergebnis einer qualitativen Nachhaltigkeitsprüfung. Die quantitativen Drei-Jahres-Ziele stellen auf die Entwicklung des Portfolios, gemessen am Umsatzwachstum und am Ergebnis, eine entsprechend angemessene Kapitalrendite sowie auf die Performance im Vergleich zu den Wettbewerbern ab. Ob und wie weit die Ziele erreicht wurden, bewertet der Aufsichtsrat in einem ersten Schritt anhand einer Portfolio-Entwicklungs-Matrix. Die Berücksichtigung von Wachstum und Kapitalrendite in dieser ersten Leistungsbewertung stellt sicher, dass die spätere Auszahlungshöhe nicht nur von der Gewinnmarge abhängt, sondern auch profitables Wachstum voraussetzt. Wachstum wird dabei über einen Zeitraum von drei Jahren gemessen; somit werden Auszahlungen, die nicht aus nachhaltiger Leistung, sondern aus kurzfristigen Schwankungen resultieren, vermieden. Die endgültige Leistungsbewertung ist jedoch keine rein rechnerische; vielmehr bezieht der Aufsichtsrat in einem zweiten Schritt qualitative Nachhaltigkeitskriterien in seine Beurteilung mit ein – die Auszahlungshöhe kann somit nach Ermessen angepasst werden. Sollte die Zielerreichung im Wettbewerbsvergleich signifikant schlechter ausfallen oder als nicht nachhaltig beurteilt werden, kann die Bewertung merklich verringert und im Extremfall auf Null reduziert werden.

Prozess und zeitlicher Ablauf des Drei-Jahres-Bonus von der Zielvereinbarung bis zur Zielbewertung1 in Tsd €

Prozess und zeitlicher Ablauf des Drei-Jahres-Bonus von der Zielvereinbarung bis zur
Zielbewertung<sup>1</sup>
1Beispiel basierend auf Zielwerten für ein ordentliches Vorstandsmitglied mit einem Jahresanteil für den Drei-Jahres-Bonus in Höhe von 700 Tsd € 2Die Rückstellung für den Drei-Jahres-Bonus entspricht üblicherweise der Auszahlungshöhe des jährlichen Bonus für das jeweilige Geschäftsjahr. Da die Leistungsbeurteilung und Auszahlung erst nach Ablauf der Leistungsperiode erfolgen, entspricht der Wert einer angenommenen Indikation. 3Die finale Auszahlung hängt von der Nachhaltigkeitsprüfung durch den Aufsichtsrat ab und kann innerhalb der gesamten Auszahlungsspanne von 0 % bis 165 % der kumulativen Zielwerte variieren, unabhängig von den angenommenen Rückstellungen.

Die Aktienbezogene Vergütung wird nach Ablauf des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit der Festlegung des jährlichen Bonus zugeteilt. Die Anzahl der RSU wird ermittelt, indem der Bonus für das abgelaufene Geschäftsjahr durch den Wert einer RSU – berechnet zum Zeitpunkt der Zuteilung – geteilt wird. Nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist erfolgt die Auszahlung in bar, basierend auf dem dann gültigen Börsenkurs der Allianz Aktie. Auf diese Weise wird der endgültige Wert durch die Wertentwicklung der Allianz Aktie bestimmt und eine Übereinstimmung mit den Aktionärsinteressen hergestellt. Um extreme Auszahlungen zu verhindern, ist der Wertzuwachs der RSU auf 200 % des Zuteilungswertes beschränkt. Falls ein Vorstandsmitglied das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt oder fristlos entlassen wird, verfallen in der Regel die bisher zugeteilten Rechte.

Die jährliche Zielerreichung ist ausschlaggebend für die Höhe des jährlichen Bonus. Sie beeinflusst außerdem die Bonuschance der mittel- und langfristigen variablen Vergütung. Letztlich sind die Auszahlungen des Drei-Jahres-Bonus und der aktienbezogenen Vergütung jedoch von der nachhaltigen Entwicklung über einen längeren Leistungszeitraum abhängig.

Auszahlung der variablen Vergütung

Auszahlung der variablen Vergütung
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Zielerreichung und Vergütung für 2011

In den folgenden Ausführungen wird die Vergütung für das Jahr 2011 im Zusammenhang mit der Zielerreichung dargestellt.

  • Grundvergütung: Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2010 entschieden, die Grundvergütung für Clement Booth, Enrico Cucchiani, Dr. Joachim Faber und Dr. Werner Zedelius um 50 000 € zu erhöhen, sodass sie ab 1. Januar 2011 bei 750 000 € liegt. Für alle weiteren Vorstandsmitglieder wurde die Grundvergütung für 2011 unverändert beibehalten.
  • Jährlicher Bonus: Die durchschnittliche Zielerreichung für die Gruppe, die Geschäftsbereiche/Zentralfunktionen und die qualitativen Ziele wurde mit 84 % festgestellt und lag zwischen 71 % und 98 %. Folglich betrugen die Auszahlungen für den jährlichen Bonus 71 % bis 98 % des Zielbonus, bei einer durchschnittlichen Bonushöhe von 84 % des Zielwerts. Dies entspricht 51 % der maximal möglichen Auszahlung.
  • Drei-Jahres-Bonus: Die Zielerreichung für die Leistungsperiode 2010 bis 2012 und die Höhe der Bonuszahlung werden in der ersten Jahreshälfte 2013 festgelegt. Für die Bildung von Rückstellungen für den Drei-Jahres-Bonus wird die Zielerreichung des jährlichen Bonus als vorläufige Bezugsgröße herangezogen.
  • Aktienbezogene Vergütung: Wie bereits beschrieben, werden im März 2012 jedem Vorstandsmitglied RSU zugeteilt. Die Höhe dieser aktienbezogenen Vergütung entspricht dem jährlichen Bonus, der für das Geschäftsjahr 2011 gewährt wurde.
  • Nebenleistungen: In Summe beliefen sich die Nebenleistungen im Jahr 2011 auf einen Betrag von 0,5 (0,5) Mio €.
  • Pensionen: Die Beiträge, welche die Gesellschaft in den aktuellen Pensionsplan der Allianz SE einzahlt, entsprechen 29,25 % der Grundvergütung. Fünf Jahre nach der Bestellung in den Vorstand werden diese Beiträge auf 36,56 % und nach zehn Jahren auf 43,88 % erhöht. Die garantierte Mindestverzinsung beträgt 2,75 % pro Jahr. Übersteigt die jährliche Nettoverzinsung der AV K 2,75 %, wird im selben Jahr eine entsprechende Gewinnbeteiligung gutgeschrieben. Für Mitglieder mit Anwartschaften aus dem festgeschriebenen Plan werden die oben genannten Beitragszahlungen zur aktuellen Pensionszusage um 19 % der im alten Plan erreichbaren jährlichen Pension verringert.
  • Gesamtvergütung: Die folgende Tabelle zeigt die fixe und variable Vergütung des Vorstands der Allianz SE für die Jahre 2011 und 2010. Darüber hinaus sind die Zuführungen zur Pensionsrückstellung aufgeführt.
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Individuelle Vergütung – 2011 und 2010

  Fix Variabel  
Mitglieder des Vorstands Grund­vergütung Neben­leistungen Jährlicher Bonus (kurzfristig)1 Drei-Jahres-Bonus (mittelfristig)2 Wert der RSU bei Zuteilung (langfristig) Gesamt­summe Pensions­zusage Gesamt­summe einschließ­lich Pensions­zusage
  Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
1Tatsächliche Höhe des für das Geschäftsjahr 2011 im Jahr 2012 und für das Geschäftsjahr 2010 im Jahr 2011 ausbezahlten makeLink(). 2Zum Zweck der Rückstellungsbildung entspricht der Drei-Jahres-makeLink() der Auszahlungshöhe des jährlichen makeLink() für das jeweilige Geschäftsjahr. Da die Leistungsbeurteilung und Auszahlung erst nach Ablauf der Leistungsperiode erfolgen, entspricht der Wert einer angenommenen Indikation. 3Dr. Paul Achleitner wird zum 31. Mai 2012 aus dem Vorstand der Allianz SE ausscheiden. Die vertragsgemäße variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 und anteilig für das Geschäftsjahr 2012 wird turnusgemäß im Frühjahr 2012 beziehungsweise im Frühjahr 2013 festgelegt und ausgezahlt. Dabei erhält er anstelle der aktienbezogenen Vergütung in Form von RSU („Restricted Stock Units“) für das Geschäftsjahr 2011 und anteilig für das Geschäftsjahr 2012 eine Barzahlung in Höhe des jährlichen makeLink() 2011 beziehungsweise des anteiligen jährlichen makeLink() 2012. Die während seiner Amtszeit zugeteilte aktienbezogene Vergütung in Form von RSU und SAR („Stock Appreciation Rights“) bleibt bestehen und kann zu den jeweils geltenden Planbedingungen ausgeübt werden. Die unverfallbaren Anwartschaften zur Altersversorgung bleiben bestehen. 4Dr. Paul Achleitner erhält entsprechend seinem Dienstvertrag nach Mandatsbeendigung ein Übergangsgeld, das sich aus sechs Monaten Grundvergütung und einer Einmalzahlung in Höhe von 25 % der variablen Zielvergütung zusammensetzt. Insgesamt beläuft sich das Übergangsgeld auf 1 027,5 Tsd €. 5Enrico Cucchiani ist zum 21. Dezember 2011 aus dem Vorstand der Allianz SE ausgeschieden. Für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 21. Dezember 2011 erhielt er eine anteilige Grundvergütung, einen anteiligen jährlichen makeLink() und eine anteilige aktienbezogene Vergütung. Der jährliche makeLink() und die aktienbezogene Vergütung werden im Frühjahr 2012 jeweils in bar ausgezahlt. Ein anteiliger Drei-Jahres-makeLink() für die Jahre 2010 und 2011 sowie ein Übergangsgeld wurden nicht gewährt. Die während seiner Amtszeit zugeteilte aktienbezogene Vergütung in Form von RSU („Restricted Stock Units“) und SAR („Stock Appreciation Rights“) bleibt bestehen und kann zu den jeweils geltenden Planbedingungen ausgeübt werden. Die unverfallbaren Anwartschaften zur Altersversorgung bleiben bestehen. 6Dr. Joachim Faber ist aus Altersgründen zum 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand der Allianz SE ausgeschieden. Entsprechend seinem Dienstvertrag erhält er ein Übergangsgeld in Höhe von 900 Tsd €. Die Zahlung ermittelt sich aus der letzten Grundvergütung, die ab dem 1. Juli 2012 für weitere sechs Monate gezahlt wird, sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 25 % der variablen Zielvergütung für 2011. Auf den monatlichen Auszahlungsbetrag während der sechs Monate werden die Pensionszahlungen jeweils angerechnet. 7Die Gesamtvergütung und die prozentuale Veränderung 2010 – 2011 zeigen die Vergütung aller aktiven Vorstandsmitglieder in den jeweiligen Jahren. Dr. Gerhard Rupprecht ist zum 31. Dezember 2010 altersbedingt aus dem Vorstand der Allianz SE ausgeschieden.
Michael Diekmann (Vorsitzender) 2011 1 200 31 1 062 1 062 1 062 4 417 846 5 263
2010 1 200 24 1 544 1 544 1 544 5 856 743 6 599
Dr. Paul Achleitner3 2011 800 57 640 640 640 2 777 1 3364 4 1134
2010 800 61 1 075 1 075 1 075 4 086 637 4 723
Oliver Bäte 2011 700 50 688 688 688 2 814 291 3 105
2010 700 47 948 948 948 3 591 278 3 869
Manuel Bauer 2011 700 13 511 511 511 2 246 284 2 530
2010
Clement Booth 2011 750 144 499 499 499 2 391 413 2 804
2010 700 125 992 992 992 3 801 262 4 063
Enrico Cucchiani5 2011 730 68 631 0 631 2 060 188 2 248
2010 700 46 925 925 925 3 521 197 3 718
Dr. Joachim Faber6 2011 750 21 651 651 651 2 724 351 3 075
2010 700 20 1 029 1 029 1 029 3 807 349 4 156
Dr. Christof Mascher 2011 700 29 595 595 595 2 514 374 2 888
2010 700 22 881 881 881 3 365 284 3 649
Jay Ralph 2011 700 54 525 525 525 2 329 262 2 591
2010 700 81 845 845 845 3 316 264 3 580
Dr. Werner Zedelius 2011 750 16 559 559 559 2 443 586 3 029
2010 700 16 837 837 837 3 227 428 3 655
Summe 2011 7 780 483 6 361 5 730 6 361 26 715 4 931 31 646
20107 7 600 473 9 921 9 921 9 921 37 836 3 800 41 636
Veränderung zum Vorjahr7   2,4 % 2,1% –35,9% –42,2% –35,9% –29,4% 29,8% –24,0%
Veränderung der variablen Vergütung zum Vorjahr7       –38,0 %      

Im Interesse einer besseren Vergleichbarkeit zu den Vorjahren zeigt die Tabelle beim Drei-Jahres-Bonus für die Jahre 2010 bis 2012 die geschätzten Rückstellungen für die entsprechenden Jahre. Nachfolgend wird zusätzlich die Gesamtvergütung individualisiert, ohne vorläufige Rückstellung für den Drei-Jahres-Bonus 2010 bis 2012, ausgewiesen:

  • Michael Diekmann 3 355 (4 312) Tsd €
  • Dr. Paul Achleitner 3 1651 (3 011) Tsd €
  • Oliver Bäte 2 126 (2 643) Tsd € M
  • Manuel Bauer 1 735 (—) Tsd €
  • Clement Booth 1 892 (2 809) Tsd €
  • Enrico Cucchiani 2 060 (2 596) Tsd €
  • Dr. Joachim Faber 2 073 (2 778) Tsd €
  • Dr. Christof Mascher 1 919 (2 484) Tsd €
  • Jay Ralph 1 804 (2 471) Tsd €
  • Dr. Werner Zedelius 1 884 (2 390) Tsd €

Die Gesamtvergütung des Vorstands der Allianz SE für 2011 (ohne die vorläufige Rückstellung für den Drei-Jahres- Bonus) beträgt 221 (28) Mio €.

Die Gruppe hat 5 (4) Mio € aufgewandt, um Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für vergleichbare Leistungen der aktiven Vorstandsmitglieder zu erhöhen. Am 31. Dezember 2011 betrugen die Pensionsrückstellungen und die Rückstellungen für vergleichbare Leistungen an Vorstandsmitglieder, die zu diesem Zeitpunkt aktiv waren, 36 (38) Mio €.

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Pensionen: Rückstellungszuführungen (Service Cost) und die Beiträge für jedes Vorstandsmitglied in 2011 und 2010

      Bisherige leistungsorientierte Pensionszusage (festgeschrieben)1 Aktuelle Pensionszusage AVK/APV 2 Übergangsgeld3 Übergangsgeld
Mitglieder des Vorstands   Rechne­risches Renten­eintritts­alter Jährliche Pensions­zahlung4 SC5 DBO6 SC5 DBO6 SC5 DBO6 SC5 DBO6 SC5 DBO6
      Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
1für Enrico Cucchiani der betriebliche Pensionsfonds und TFR (Trattamento di fine rapporto). 2Seit der Gründung des APV durch die Allianz im Jahr 1998 zahlen Planteilnehmer 3 % ihres beitragspflichtigen Einkommens in die AVK ein. Abhängig vom Eintrittsdatum in die Allianz liegt die garantierte Mindestverzinsung bei 2,75 – 3,50 %. Grundsätzlich finanziert die Gesellschaft eine gleichwertige Zusage über den APV (für Beschäftigte mit Eintrittsdatum vor Januar 2005 finanziert die Gesellschaft das 2,2-fache). Vor 1998 haben die Allianz und die Planteilnehmer in die AVK eingezahlt. 3Details bezüglich des Übergangsgelds befinden sich im Abschnitt „Beendigung des Dienstverhältnisses“. 4erwartete jährliche Pensionszahlung im rechnerischen Renteneintrittsalter. 5SC = "Service Cost" 6DBO = „Defined Benefit Obligation“ (Pensionsverpflichtung) am Jahresende 7Dr. Paul Achleitner erhält nach Mandatsbeendigung ein Übergangsgeld in Höhe von 1 027,5 Tsd €. Das Übergangsgeld ermittelt sich aus der letzten Grundvergütung, die ab dem 1. Dezember 2012 für weitere sechs Monate gezahlt wird, sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 25 % der variablen Zielvergütung für 2012. Diese Einmalzahlung wird im Frühjahr 2013 ausgezahlt. 8Die deutschen Pensionspläne für Enrico Cucchiani basieren nur auf der von der Allianz SE bezogenen Grundvergütung (2011: 510 Tsd €; 2010: 460 Tsd €) sowie einem rechnerischen Renteneintrittsalter von 62 Jahren. Die italienischen Pensionspläne basieren auf der aus Italien bezogenen Grundvergütung. In Italien verfügt Enrico Cucchiani, zusätzlich zu dem gesetzlich vorgeschriebenen staatlichen Rentensystem INPS (Istituto Nazionale della Previdenzia Sociale), über TFR und den betrieblichen Pensionsfonds. Im TFR wird jährlich ein Betrag angesammelt, der bei Austritt aus der Gesellschaft auf Wunsch des Berechtigten ausgezahlt wird (unabhängig vom Alter). Infolge seines Ausscheidens bestand für Enrico Cucchiani zum 31. Dezember 2011 ein Anspruch auf Auszahlung von 451 Tsd € (die 2010 ausgewiesenen 635 Tsd € basierten auf der Annahme, dass er bis zur Vollendung seines 65. Lebensjahres, dem italienischen Rentenalter, in der Allianz tätig ist). Alle italienischen Pensionspläne sind beitragsorientierte Systeme. Die Beiträge werden in der Tabelle ausgewiesen. 9direkter Beitrag in den betrieblichen Pensionsfonds 5 Tsd € sowie 28 Tsd € aus dem TFR 10Die DBO für Enrico Cucchiani in Höhe von 1 045 Tsd € ist in der Summe der ehemaligen Vorstände enthalten, da er die Allianz zum 21. Dezember 2011 verlassen hat. 11Enrico Cucchiani erhält kein Übergangsgeld.
Michael Diekmann (Vorsitzender) 2011 60 337 216 5 241 567 3 173 6 143 57 922 846 9 479
2010 60 337 183 4 790 555 2 535 5 133 0 826 743 8 284
Dr. Paul Achleitner 2011 60 344 321 3 933 359 1 896 6 75 650 1 0287 1 336 6 932
2010 60 344 271 3 449 350 1 502 5 67 11 361 637 5 379
Oliver Bäte 2011 60 262 1 068 3 10 26 103 291 1 181
2010 60 268 793 2 7 8 72 278 872
Manuel Bauer 2011 60 57 41 869 237 834 6 130 0 1 284 1 834
2010
Clement Booth 2011 60 327 1 798 2 13 84 464 413 2 275
2010 60 258 1 345 2 11 2 362 262 1 718
Enrico Cucchiani8 2011 62 339 n.m. 155 010 0 0 0 011 188 010
2010 62 –65 635 30 n.m. 166 856 0 9 1 693 197 1 558
Dr. Joachim Faber 2011 62 225 0 4 301 351 1 846 0 79 0 700 351 6 926
2010 62 225 0 4 380 349 1 459 0 72 0 686 349 6 597
Dr. Christof Mascher 2011 60 259 1 331 2 13 113 203 374 1 547
2010 60 267 1 048 2 11 15 81 284 1 140
Jay Ralph 2011 60 259 511 3 5 0 0 262 516
2010 60 261 261 3 3 0 0 264 264
Dr. Werner Zedelius 2011 60 225 113 2 782 335 1 885 6 141 132 421 586 5 229
2010 60 225 95 2 545 320 1 487 5 131 8 273 428 4 436

Die Gesamtvergütung des Vorstands der Allianz SE einschließlich Pensionsaufwendungen beläuft sich für 2011 (ohne die vorläufige Rückstellung für den Drei-Jahres-Bonus) auf 262 (32) Mio €.

Zuteilungen und Bestände aktienbezogener Vergütung: Im Rahmen des vor 20103 gültigen Vergütungssystems bestand die aktienbezogene Vergütung aus virtuellen Aktienoptionen, sogenannten „Stock Appreciation Rights“ (SAR), und virtuellen Aktien, sogenannten „Restricted Stock Units“ (RSU). Im aktuellen, zum 1. Januar 2010 eingeführten, Vergütungssystem werden ausschließlich RSU zugeteilt.

Zugeteilte Rechte, Bestände und Personalaufwand aus aktienbasierten Vergütungen im Rahmen der Allianz Aktienvergütung1

  RSU SAR3 Personalaufwand aus aktienbasierten Vergütungen für 20114
Mitglieder des Vorstands Anzahl am 8.3.2012 zugeteilter RSU 2 Anzahl am 31.12.2011 gehaltener RSU Anzahl am 31.12.2011 gehaltener SAR Bandbreite des Ausübungspreises  
        in € in Tsd €
1Wie im Geschäftbericht 2010 ausgewiesen, wurde die Zuteilung der aktienbezogenen Vergütung im Jahr 2011 als gewährte Vergütung für das Jahr 2010 angesehen. Der Ausweis der RSU im Geschäftsbericht 2010 basierte auf einer bestmöglichen Schätzung. Die tatsächlichen Zuteilungen am 10. März 2011 wichen von der Schätzung ab und müssen entsprechend ausgewiesen werden. Die tatsächlichen Zuteilungen im Rahmen des Allianz Equity Programms in Form von RSU betragen: Michael Diekmann: 18 334, Dr. Paul Achleitner: 12 767, Oliver Bäte: 11 254, Clement Booth: 11 779, Enrico Cucchiani: 10 988, Dr. Joachim Faber: 12 222, Dr. Christof Mascher: 10 466, Jay Ralph 10 037, Dr. Gerhard Rupprecht: 10 030, Dr. Werner Zedelius: 9 941. 2Der anzusetzende Wert einer RSU steht erst nach dem Testat durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fest. Die ausgewiesenen Stücke basieren auf einer bestmöglichen Schätzung. 3Die SAR können nach Ablauf der Sperrfrist ausgeübt werden, vorausgesetzt, die entsprechenden Ausübungshürden wurden genommen. Für SAR, die bis einschließlich 2008 gewährt wurden, beträgt die Sperrfrist zwei Jahre. Für SAR, die ab 2009 gewährt wurden, beträgt die Sperrfrist vier Jahre. SAR können ausgeübt werden, wenn der Kurs der Allianz Aktie um mindestens 20 % über dem Ausgabekurs der SAR liegt. Darüber hinaus muss der Kurs der Allianz Aktie während der Laufzeit den Dow Jones EURO STOXX Price Index –600 mindestens einmal an fünf aufeinanderfolgenden Börsentagen übertroffen haben. 4Die aktienbasierten Vergütungspläne werden als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Der Zeitwert der gewährten RSU und SAR wird periodengerecht als Personalaufwand über die Sperrfrist erfasst. Nach Ablauf der Sperrfrist werden jegliche Änderungen des Zeitwerts der nicht ausgeübten Rechte als Personalaufwand erfasst. 5Dr. Paul Achleitner erhält für das Geschäftsjahr 2011 anstelle der aktienbezogenen Vergütung eine Barzahlung, daher werden am 8. März 2012 keine RSU zugeteilt. 6Enrico Cucchiani ist zum 21. Dezember 2011 aus dem Vorstand der Allianz SE ausgeschieden. Die aktienbezogene Vergütung wurde anteilig für die Leistungsperiode 2011 gewährt und wird im Frühjahr 2012 in bar ausgezahlt, daher werden am 8. März 2012 keine RSU zugeteilt. Die während seiner Amtszeit zugeteilte aktienbezogene Vergütung in Form von RSU und SAR bleiben bestehen und können zu den jeweils geltenden Planbedingungen ausgeübt werden. 7Der Personalaufwand ist zeitanteilig entsprechend der Zugehörigkeit zum Vorstand der Allianz SE bis zum 21. Dezember 2011 ausgewiesen.
Michael Diekmann (Vorstandsvorsitzender) 15 294 47 999 105 294 51,95 - 160,13 816
Dr. Paul Achleitner 5 32 494 73 249 51,95 - 160,13 595
Oliver Bäte 9 905 24 205 26 362 51,95 - 117,38 263
Manuel Bauer 7 359 9 933 22 640 51,95 - 160,13 177
Clement Booth 7 185 32 099 50 464 51,95 - 160,13 399
Enrico Cucchiani 6 30 541 64 623 51,95 - 160,13 4647
Dr. Joachim Faber 9 379 33 937 73 596 51,95 - 160,13 545
Dr. Christof Mascher 8 573 23 109 32 648 51,95 - 160,13 329
Jay Ralph 7 560 22 568 25 449 51,95 - 117,38 256
Dr. Werner Zedelius 8 043 37 831 83 428 51,95 - 160,13 500
Summe 73 298 294 716 557 753 4 344

2011 wurden für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder beziehungsweise ihre Hinterbliebenen Vergütungen und andere Versorgungsleistungen in Höhe von 6 (7) Mio € ausbezahlt. Außerdem beliefen sich die Pensionsverpflichtungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen auf 73 (58) Mio €.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Zum 31. Dezember 2011 standen keine Darlehen aus, die Mitgliedern des Vorstands der Allianz SE von Gruppengesellschaften gewährt wurden. Werden Darlehen oder Dispositionskredite vergeben, erfolgt dies zu gängigen Marktkonditionen oder zu den üblichen Konditionen für Allianz Mitarbeiter. Sie enthalten keine größeren Risiken als das gewöhnliche Ausfallrisiko und keine sonstigen, möglicherweise nachteiligen Besonderheiten.

Beendigung des Dienstverhältnisses

Vorstandsverträge werden für eine Bestelldauer von maximal fünf Jahren abgeschlossen. Die Amtszeit verkürzt sich entsprechend, falls der oder die Betreffende zuvor das 60. Lebensjahr vollendet. In Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Erstbestellungen in der Regel nicht die maximale Vertragslaufzeit von fünf Jahren vereinbart.

Für die Beendigung des Dienstverhältnisses (einschließlich Pensionierung) gelten folgende Regelungen:

  1. Vorstandsmitgliedern, die vor dem 1. Januar 2010 in den Vorstand bestellt wurden und dem Vorstand mindestens fünf Jahre angehörten, steht nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand ein Übergangsgeld für sechs Monate zu.
  2. Abfindungszahlungen im Falle vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit entsprechen dem Deutschen Corporate Governance Kodex.
  3. Wenn ein Dienstverhältnis infolge eines sogenannten Kontrollwechsels (Change of Control) beendet wird, gilt, ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex, die nachfolgend aufgeführte Sonderregelung. Ein Kontrollwechsel setzt voraus, dass ein Aktionär der Allianz SE allein oder zusammen mit anderen Aktionären mehr als 50 % der Stimmrechte an der Allianz SE hält. Die Auflösung des Dienstverhältnisses „infolge eines Kontrollwechsels“ erfolgt, wenn innerhalb einer Zeitspanne von zwölf Monaten
    1. die Bestellung eines Vorstandsmitglieds einseitig durch den Aufsichtsrat widerrufen wird; oder
    2. ein Vorstandsmitglied sein Mandat niederlegt, weil seine Verantwortlichkeiten als Vorstand wesentlich verringert wurden, und zwar ohne dass das betreffende Vorstandsmitglied schuldhaft Anlass zu der Beendigung gegeben hat; oder
    3. das Organverhältnis einvernehmlich beendet wird; oder wenn vor dem Ablauf von zwei Jahren nach dem Kontrollwechsel die Bestellung eines Vorstandsmitglieds nicht verlängert wird.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen darüber hinaus keine weiteren Regelungen zur vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses vor.

Beendigung des Dienstverhältnisses – Zahlungsregelungen und Beispiele

  Beispiele in Tsd €
Übergangsgeld  
Board members receiving a transition payment are subject to a six months non-compete clause. Ein ordentliches Vorstandsmitglied mit einer Grundvergütung von 700 und einer variablen Zielvergütung von 2 100
Die fällige Summe wird auf der Grundlage der letzten Grundvergütung und 25 % der variablen Zielvergütung berechnet. Grundvergütung für 6 Monate –350 + 25 % der variablen Zielvergütung –525 = 875
Pensionszahlungen aus Allianz Pensionsplänen werden angerechnet, sofern ein Anspruch auf sofort beginnende Pensionszahlung besteht.  
Abfindungsbegrenzung  
Abfindungszahlungen im Falle vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit mit einer Restlaufzeit des Vertrages von mehr als zwei Jahren sind auf das Zweifache einer Jahresvergütung begrenzt. Ein ordentliches Vorstandsmitglied mit einer Grundvergütung von 700 und einer variablen Zielvergütung von 2 100
Die Jahresvergütung: Das Zweifache einer Jahresvergütung:
a.ermittelt sich hierbei aus der im letzten Geschäftsjahr gewährten Grundvergütung plus 50 % der variablen Zielvergütung (Jährlicher makeLink(), anteiliger Drei-Jahres-makeLink() + aktienbezogene Vergütung), und Grundvergütung –1 400 + 50 % der variablen Zielvergütung –2 100 = 3 500 Abfindungsbegrenzung = 3 500
b.ist in keinem Fall höher als die für das letzte Geschäftsjahr gewährte Gesamtvergütung. Annahme: Vorjahres-Gesamtvergütung von 2 800 = 5 600
Beträgt die Restlaufzeit des Vertrages weniger als zwei Jahre, reduziert sich die Abfindungszahlung zeitanteilig. Wie im oben aufgeführten Beispiel (Abfindungsbegrenzung i.H.v. 3 500) und einer Restlaufzeit des Vertrages von einem halben Jahr:
  Die Abfindungsbegrenzung –3 500 zeitanteilig für ein halbes Jahr = 875
Kontrollwechsel (Change of Control)  
Im Falle einer vorzeitigen Dienstbeendigung wegen Kontrollwechsels beträgt die Einmalzahlung in der Regel das Dreifache der Jahresvergütung (Definition Jahresvergütung wie oben) und darf nicht höher sein als: Aufbauend auf dem oben aufgeführten Beispiel:
150 % der Abfindungsbegrenzung 150 % der Abfindungsbegrenzung –3 500 = 5 250
Somit liegt eine Auszahlung unterhalb des Zweifachen der Jahreszielvergütung.  

Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 2011 in den Vorstand bestellt wurden, sind berechtigt, den Dienstwagen in den ersten zwölf Monaten nach Renteneintritt weiter zu nutzen.

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Sonstiges

Interne und externe Mandate von Vorstandsmitgliedern

Wenn Vorstandsmitglieder ein Mandat bei einer zum Konzern gehörenden Gesellschaft ausüben und dafür eine Vergütung erhalten, wird der Betrag in voller Höhe an die Allianz SE abgeführt. Vorstandsmitglieder können auch eine begrenzte Anzahl von Aufsichtsratsmandaten in konzernfremden Gesellschaften ausüben, sofern die Interessen der Allianz Gruppe gewahrt bleiben. In diesem Fall wird die dafür erhaltene Vergütung zu 50 % an die Allianz SE abgeführt. Die volle Vergütung für Mandate erhalten Vorstandsmitglieder nur dann, wenn der Aufsichtsrat diese Mandate als „persönliche Mandate“ einstuft. Die Vergütung für konzernfremde Mandate wird in den Geschäftsberichten der jeweiligen Gesellschaften ausgewiesen. Die Vergütung für externe Mandate wird von der Unternehmensführung der jeweiligen Gesellschaft festgelegt.

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Ausblick auf 2012

Der Aufsichtsrat fasste am 14. Dezember 2011 folgende Beschlüsse:

  • Als neue Mitglieder werden in den Vorstand der Allianz SE bestellt:
    • Gary Bhojwani, Dr. Helga Jung und Dr. Dieter Wemmer zum 1. Januar 2012,
    • Dr. Maximilian Zimmerer zum 1. Juni 2012.
  • Dr. Paul Achleitner wird die Allianz zum 31. Mai 2012 verlassen.
  • Die Grundvergütung wird für jene Vorstandsmitglieder angepasst, bei denen sie sich seit 2008 nicht erhöht hat. Die Grundvergütung wird um folgende Beträge angepasst (jeweils um Tsd €): Michael Diekmann 80, Dr. Paul Achleitner 55, Oliver Bäte 50. Damit ergeben sich ab 1. Januar 2012 folgende Grundvergütungen (jeweils in Tsd €): Michael Diekmann 1 280, Dr. Paul Achleitner 855, Oliver Bäte 750.
  • Die Zielvergütung für die neuen Vorstandsmitglieder (Gary Bhojwani, Dr. Helga Jung, Dr. Maximilian Zimmerer und Dr. Dieter Wemmer) wurde festgelegt, diese beträgt (jeweils in Tsd €): Grundvergütung 700, variable Zielvergütung 2 100.

Die Beiträge der Gesellschaft zum beitragsorientierten Pensionsplan werden seit 2011 leicht gesenkt, um den Versorgungsgrad mit aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen und zunehmender Lebenserwartung in Einklang zu bringen.

Allianz SE Vorstandsmitgliedschaft Beiträge 2011
%
Beiträge 2012
%
Weniger als 5 Jahre 29,25 28,35
Nach 5 Jahren 36,56 35,44
Nach 10 Jahren 43,88 42,53

1Dr. Paul Achleitner erhält entsprechend seinem Dienstvertrag nach Mandatsbeendigung ein Übergangsgeld in Höhe von 1 027,5 Tsd €. Dieser Betrag ist in der Gesamtvergütung 2011 entsprechend beinhaltet. 2Das Übergangsgeld für Dr. Paul Achleitner ist in dem Betrag für 2011 entsprechend beinhaltet. 3Das bis Dezember 2009 gültige Vergütungssystem wird im Geschäftsbericht 2009 beschrieben (ab hier).

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