Chancenmanagement und strategische Investitionen

Bitte lesen Sie unseren Vorbehalt bei Zukunftsaussagen.

Chancenmanagement

Unser Allianz Operating Model hat die Grundlagen dafür geschaffen, global und vor Ort Chancen strukturiert und nach gleichem Vorgehen zu nutzen.

Klare Rollenverteilungen und Verantwortlichkeiten sowie Prozesse, die alle Interessensgruppen einbeziehen, stellen sicher, dass die Chancenidentifizierung, die Bewertung des Chancenpotenzials und das Vorantreiben vielversprechender Ideen bis zur Umsetzung ein institutionalisierter Bestandteil unserer Geschäftsaktivitäten werden. Beispielsweise ist das Marktmanagement für die ständige Weiterentwicklung der lokalen Marktstrategie zuständig und verbindet klare Zielvorgaben mit den einzelnen Strategien für Kunden, Vertrieb, Produkte, Service und Marke.

Der Strategieentwicklungsprozess umfasst drei Stufen:

  1. Analyse der Märkte und Kunden, um zum Beispiel Erkenntnisse zu Trends, Kundenbedürfnissen und -verhalten zu gewinnen
  2. Verständnis der Auswirkungen dieser Erkenntnisse auf das aktuelle Geschäftsmodell und die lokale Strategie
  3. Umsetzung dieser Erkenntnisse in notwendige Anpassungen der Marktstrategie

Die Umsetzung der Strategie ist genauso wichtig wie ihre Entwicklung, was das Vorantreiben und die Koordination konkreter Initiativen und Projekte anbelangt. Beide Aspekte fallen in die Zuständigkeit der örtlichen Vorstände, aber sie sind auch ständige Tagesordnungspunkte bei den Managementdialogen zwischen den operativen Einheiten und der Holdinggesellschaft. Dies belegt die Aufmerksamkeit, die der weltweiten und lokalen Chancenidentifizierung und -ausnutzung vom Topmanagement gegeben wird.

Als globales Unternehmen mit operativen Einheiten in über 70 Ländern kann die Allianz auf eine sehr große Wissensbasis an lokaler Expertise und Beispielen für gute Geschäftspraktiken zurückgreifen. Eine Schlüsselaufgabe der Holdingfunktionen ist es, dieses wertvolle Wissen zu nutzen, indem es im gesamten Konzern zur Verfügung gestellt und seine Übertragung an andere Konzerngesellschaften unterstützt wird. Dies trägt auch zur kontinuierlichen Identifizierung und Ausnutzung der Chancen bei.

Neben den strategischen Ansätzen und dem Wissenstransfer stammen große Chancen aus Kundenbeziehungen und Mitarbeiterideen. Die Prozesse und Instrumente stehen bereit, um diese beiden wichtigen Erkenntnisbereiche systematisch zu fördern. Beispielsweise führt die Allianz jedes Jahr gut über eine Million Telefonate durch, um das Kundenfeedback zu kritischen Interaktionspunkten einzuholen. Das Feedback wird systematisch analysiert, um die Geschäftsprozesse zu verbessern und den Kundenwünschen in der ganzen Organisation Gehör zu verleihen.

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Strategische Investitionen

Die Umsetzung einer Strategie und die Nutzung von Chancen erfordern jedoch eine entsprechende Investition zur Bereitstellung der erforderlichen Werkzeuge und Plattformen.

Die Allianz nutzt systematisch die Möglichkeiten einer in zunehmendem Maße globalen und digitalen Umgebung. Die Allianz strebt eine weitere Verbesserung ihrer IT-Effizienzquote an und setzt sich dabei erfolgreich mit den sich ändernden Verhaltensweisen und -anforderungen der Kunden sowie der Steigerung der Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters auseinander.

Die Allianz Gruppe investiert etwa 350 Mio € in die Digitalisierung des Geschäfts. Sie unterstützt die operativen Einheiten durch die Schaffung wiederverwendbarer Vermögenswerte der Gruppe. Ein Beispiel dafür ist „OneWeb“, eine kosteneffiziente Web-Interaktionslösung, die auf allen digitalen Geräten eine herausragende Benutzererfahrung bietet. „OneWeb“ ermöglicht Kunden, Vertretern und Mitarbeitern, digital zu kommunizieren, auf Kundendaten zuzugreifen und Schäden zu melden. „OneWeb“ ermöglicht eine schnelle und einfache lokale Anpassung an die Anforderungen des örtlichen Geschäfts, während die Integrität gemeinsamer Kernelemente über alle lokalen Implementierungen hinweg aufrechterhalten wird. Die ersten operativen Einheiten sind bereits auf „OneWeb“ aktiv, andere werden 2012 und 2013 folgen. Ein zweites grundlegendes Digitalisierungsbeispiel ist die fortlaufende Investition der Allianz zur Umsetzung ihrer Strategie für eine globale Plattform für das Kernversicherungsgeschäft. Flexible, wiederverwendbare und anpassbare Komponenten ermöglichen eine lokale Anpassung. Dadurch erzielen wir Skalenvorteile, verbessern den Wissenstransfer und beschleunigen unsere Geschäftsprozesse.

Darüber hinaus wird die Allianz Gruppe 2012 etwa 50 Mio € in ihre Plattformen für Finanzen und Personal investieren. Für unsere Mitarbeiter streben wir an, die Reichweite unseres hochwertigen, standardisierten „Virtual Desktop Client“ auf die gesamte Gruppe auszudehnen. Im Jahr 2012 wird die Allianz Gruppe die Einführung dieser innovativen digitalen Arbeitsumgebung in vielen Organisationseinheiten weltweit fortsetzen. Eine Initiative für ein vereinheitlichtes Global- Identity- und Zugriffs-Management wird der Allianz ebenfalls ermöglichen, die bestehenden Sicherheitsstandards innerhalb der Gruppe zu erhöhen.

Während die Gesamtkosten der Infrastruktur sinken, stellt die Einführung des „Allianz Global Network“ eine wichtige strategische Initiative für die nächsten Jahre dar. Diese Investition von etwa 160 Mio € über einen Zeitraum von drei Jahren vereinheitlicht die lokalen Netzwerke zu einem globalen, gruppenweiten Netzwerk. Die Initiative wird die Effizienz signifikant steigern und dabei fortschrittliche Dienste, beispielsweise für die Zusammenarbeit und die Kommunikation, ermöglichen.

Seit 2008 setzt die Allianz umfangreiche Ressourcen für die Weiterentwicklung ihrer weltweiten IT-Architektur ein, um ihren Ansatz für das Risikomanagement zu unterstützen. Die Fertigstellung der technischen Plattformen zur Berechnung ihrer Risiko- und Solvabilitätspositionen schreitet gut voran und die Allianz Gruppe profitiert bereits von einer verbesserten Datenqualität und erweiterten Analysefunktionen. 2012 und 2013 werden wir uns weiterhin auf die Einführung des Solvency-II-Regelwerks für Versicherungsunternehmen vorbereiten, um alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

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