Gesetzliche Kapitalanforderungen

Der Allianz Konzern ist ein Finanzkonglomerat im Sinne der Finanzkonglomerate-Richtlinie und des entsprechenden deutschen Gesetzes, wirksam seit dem 1. Januar 2005. Die Richtlinie verlangt, dass ein Finanzkonglomerat das zur Deckung der Solvabilitätsanforderungen verfügbare Kapital auf einer konsolidierten Basis berechnet, welches wir als „verfügbare Eigenmittel“ bezeichnen.

Finanzkonglomerate-Solvabilität1 in Mrd €


Finanzkonglomerate-Solvabilität<sup>1</sup>
1Außerbilanzielle Bewertungsreserven werden im Rahmen der Berichterstattung an die Aufsichtsbehörden nur auf Antrag als verfügbare Eigenmittel angesetzt. Die Allianz SE hat bisher keinen Antrag auf Anerkennung gestellt. Ohne die außerbilanziellen Bewertungsreserven beläuft sich die Solvabilitätsquote auf 170 % (2010: 164 %, 2009: 155 %).

Im Vergleich zum Jahresende 2010 hat sich unsere Finanzkonglomerate-Solvabilität1 um 6 Prozentpunkte auf 179 % verbessert. Zum 31. Dezember 2011 beliefen sich die verfügbaren Eigenmittel des Allianz Konzerns, die zu Solvabilitätszwecken berücksichtigt werden dürfen, auf 42,6 (39,6) Mrd €, einschließlich außerbilanzieller Reserven in Höhe von 2,2 (2,1) Mrd €. Der Anstieg in Höhe von 3,0 Mrd € resultierte in erster Linie aus der Emission von nachrangigen Anleihen im Volumen von 2,5 Mrd € und unserem Jahresüberschuss in Höhe von 2,5 Mrd € (Jahresüberschuss nach Abzug der vorgeschlagenen Dividendenzahlungen: 0,5 Mrd €). Die Mittelanforderung erhöhte sich um 0,9 Mrd € auf 23,8 Mrd €, vor allem aufgrund höherer Deckungsrückstellungen in unserem Lebens- und Krankenversicherungssegment. Insgesamt haben unsere weiterhin hohen verfügbaren Eigenmittel die gesetzlichen Kapitalanforderungen um 18,8 Mrd € deutlich übertroffen.

1Solvabilität gemäß der EU-Richtlinie über Finanzkonglomerate.

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