Bilanzsumme und gesamtes Fremdkapital

In den folgenden Abschnitten stellen wir die Anlagestruktur unseres Versicherungsportfolios dar und analysieren wichtige Bilanzentwicklungen in der Schaden- und Unfallversicherung, der Lebens- und Krankenversicherung, im Asset Management sowie im Segment Corporate und Sonstiges.

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 641,5 Mrd €; das Fremdkapital betrug 594,2 Mrd €. Im Vergleich zum Jahresende 2010 stiegen die Bilanzsumme um 16,5 Mrd € und das Fremdkapital um 15,8 Mrd €.

Dieser Abschnitt stellt vor allem unsere Finanzanlagen (Anleihen, Aktien, Grundbesitz, Barreserven und sonstige Mittel) dar, da unsere eigenen Sachanlagen kaum Einfluss auf die Bilanz hatten.

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Marktumfeld unterschiedlicher Anlageklassen

Wie bereits im Kapitel „Überblick über den Geschäftsverlauf 2011“ hervorgehoben, verschlechterten sich die kapitalmarktseitigen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr. Die europäische Staatsschuldenkrise spitzte sich zu und wichtige Aktienmärkte gaben stark nach. Diesen Entwicklungen konnten wir uns, wie der Rest der Branche, nicht entziehen.

Die Finanzmärkte zeigten sich 2011 sehr volatil, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Nahezu alle wichtigen internationalen Aktienindizes erlitten herbe Verluste. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten sanken auch die Renditen für deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen, insbesondere im dritten und vierten Quartal, auf ein niedriges Niveau. Insgesamt erhöhten sich die Credit Spreads (Risikoaufschläge) für Emittenten mit weniger guten Ratings in den USA und Europa.

Entwicklung der Zinssätze und Credit Spreads in %

Entwicklung der Zinssätze und Credit Spreads
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Struktur der Kapitalanlagen – Portfolio Übersicht

Das Kapitalanlageportfolio der Allianz Gruppe wird in erster Linie von unserem Kerngeschäft mit Versicherungen bestimmt. Die folgende Portfoliostruktur zeigt die einzelnen Versicherungssegmente sowie das Segment Corporate und Sonstiges.

Portfoliostruktur1 in %
Portfolio Allianz Gruppe zum 31. Dezember 2011: 461,1 Mrd €
[zum 31. Dezember 2010: 444,9 Mrd €]

Portfoliostruktur <span class='subtitle'>in %<br />Portfolio Allianz Gruppe zum 31. Dezember 2011: 461,1 Mrd €<br />[zum 31. Dezember 2010: 444,9 Mrd €]</span>
1ohne unser Bankgeschäft

Das Anlageportfolio der Gruppe legte im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Mrd € oder 3,6 % auf 461,1 Mrd € zu, wobei der Anstieg vornehmlich aus dem Anlageergebnis in unseren Kerngeschäften, besonders in der Lebens- und Krankenversicherung, resultierte. Die Portfoliostruktur blieb dabei nahezu unverändert.

Unser Bruttoengagement in Aktien ging von 33,0 Mrd € auf 28,8 Mrd € zurück – hauptsächlich wegen der Marktentwicklungen. Unser „Equity Gearing“ nahm von 37 % auf 31 % ab. Diese Kennzahl setzt das dem Eigenkapitalgeber nach Überschussbeteiligung der Versicherungskunden und nach Absicherungsgeschäften zurechenbare Investitionsvolumen in Aktien ins Verhältnis zum Eigenkapital zuzüglich außerbilanzieller Reserven nach Goodwill.

Der größte Anteil unseres Anlageportfolios besteht aus Festverzinslichen Wertpapieren . Unsere Kapitalanlagen in dieser Anlageklasse erhöhten sich – hauptsächlich infolge von wiederangelegten Zinsströmen – von 395,6 Mrd € auf 416,5 Mrd €. Mehr als 60 % unseres gut diversifizierten Engagements waren in Staatsanleihen und Pfandbriefen investiert. Im Einklang mit unserem Geschäftsprofil waren 64 % unserer festverzinslichen Anlagen in Anleihen und Darlehen aus der Eurozone angelegt. Ungefähr 94 % unseres Rentenportfolios1 waren in Anleihen und Kredite mit einem „Investment Grade“-Rating investiert.

Rentenportfolioin %
Rentenportfolio zum 31. Dezember 2011: 416,5 Mrd €
[zum 31. Dezember 2010: 395,6 Mrd €]

Rentenportfolio

36 % unserer Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren entfielen auf unser Engagement in Staatsanleihen. Zum 31. Dezember 2011 entsprachen Staatsanleihen in Spanien (1,2 %), Griechenland (0,1 %), Irland (0,1 %), Portugal (0,1 %) und Italien (6,3 %) in Summe circa 7,8 % unserer gesamten Rentenanlagen. Wie in unserem „Risikobericht“ erläutert, haben wir – neben verschiedenen anderen Maßnahmen – unser Engagement bei staatlichen Emittenten, die von den Unwägbarkeiten der europäischen Staatsschuldenkrise betroffen sein könnten, selektiv reduziert. Darüber hinaus verbuchten wir 2011 Wertberichtungen auf griechische Staatsanleihen in Höhe von insgesamt 1 023 Mio € (brutto). Sie wurden mit einem Buchwert in Höhe von 24,7 % ihres Nennwerts angesetzt.

Buchwerte und nicht realisierte Verluste in spanischen, griechischen, irischen, portugiesischen und italienischen Staatsanleihen

  Buchwerte Nichtrealisierte Verluste (brutto)1 Nichtrealisierte Verluste (netto)2
Stand 31. Dezember 2011 Mio € Mio € Mio €
1vor Beteiligung der Versicherungsnehmer und Steuern 2nach Beteiligung der Versicherungsnehmer und Steuern; basierend auf Bilanzgrößen zum 31. Dezember 2011, wie in der Gesamtergebnisrechnung erfasst 3nach Wertminderungen
Spanien 4 912 –237 –55
Griechenland3 310 0 0
Irland 428 –50 –14
Portugal 545 –205 –103
Zwischensumme 6 195 –492 –172
Italien 26 126 –3 221 –573
Summe 32 321 –3 713 –745

55 % der Pfandbriefe waren deutsche Pfandbriefe, die entweder durch Darlehen an die öffentliche Hand oder durch Hypothekendarlehen besichert sind. Pfandbriefe unterliegen Mindestanforderungen an die Risikoabsicherung, und zwar durch eine vorgegebene Beleihungsgrenze für das zugrunde liegende Objekt sowie zusätzlich durch eine freiwillige Überdeckung. Dies bildet einen wesentlichen Sicherheitspuffer gegen sinkende Immobilienpreise und Zahlungsausfälle.

Unser Engagement in nachrangig besicherten Anleihen aus dem Bankensektor verminderte sich aufgrund von Marktbewertungen und Realisierungen um 2,2 Mrd € auf 8,4 Mrd €. Der Tier-1-Anteil sank ebenfalls, und zwar auf 1,3 Mrd €, und machte nur 0,3 % unseres Rentenportfolios aus.

Unser Portfolio umfasste zudem Asset-Backed Securities (ABS) im Wert von 19,9 Mrd €, wovon mehr als 80 % auf Mortgage-Backed Securities (MBS) entfielen. Bei etwa 26 % unserer ABS-Papiere handelte es sich um Agency-MBS, die von der US-Regierung gestützt werden. Insgesamt wurden 96 % des ABS-Bestands mit „Investment Grade“ bewertet, 84 % erhielten ein „AA” oder höheres Rating.

Unser Engagement in Immobilienanlagen blieb mit 8,7 Mrd € nahezu unverändert.

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Kapitalanlageergebnis

Nettoanlageergebnis

  Gruppe
Stand 31. Dezember 2011 2011 2010 Delta
  Mio € Mio € Mio €
1Bereinigt um Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwendungen für externe Fremdfinanzierung).
Zinserträge und ähnliche Erträge (netto)1 19 984 18 906 1 078
Erträge aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und -passiva (netto) –1 287 –38 –1 249
Realisierte Gewinne/Verluste (netto) 3 435 3 708 –273
Wertminderungen auf Finanzanlagen (netto) –3 661 –844 –2 817
Aufwendungen für Finanzanlagen –852 –827 –25
Nettoanlageergebnis 17 619 20 905 –3 286

Das Nettoanlageergebnis belief sich auf 17 619 Mio €, dies entspricht einem Rückgang um 15,7 %. Der Anstieg der Zinserträge und ähnlichen Erträge (netto) wurde von den Wertminderungen auf Finanzanlagen (netto) und den niedrigeren Erträgen aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und -passiva (netto) mehr als kompensiert.

Aufgrund unseres gewachsenen Kapitalanlagebestands – vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung – erhöhten sich die Zinserträge und ähnlichenerträge (netto)1 um 1 078 Mio € auf 19 984 Mio €.

Die Erträge aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiv und -passiva (netto) gingen um 1 249 Mio € auf – 1 287 Mio € zurück. Der Abwärtstrend an den Aktienmärkten und die relativ hohen Credit Spreads führten zu einer negativen Entwicklung der Zeitwerte. Negative Einflüsse stammten überwiegend aus den USA und in geringerem Maße auch aus Frankreich. In den USA hatten wir 2010 erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Vermögenswerte veräußert und die Erlöse in als jederzeit veräußerbare Wertpapiere eingestufte Vermögenswerte investiert (Erträge aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und -passiva beliefen sich 2010 auf 419 Mio €). Darüber hinaus trugen die The Hartford Optionsscheine zu einem Rückgang von 384 Mio € (2011: – 316 Mio €; 2010: 68 Mio €) bei, welcher vor allem auf einen Rückgang des zugrunde liegenden Aktienkurses zurückzuführen ist.

Die realisierten Gewinne und Verluste (netto) sanken um 273 Mio € auf 3 435 Mio €. Der moderate Anstieg der Gewinne aus festverzinslichen Wertpapieren wurde durch niedrigere realisierte Gewinne aus Aktien mehr als aufgehoben, wobei letztere vor allem aus dem um 616 Mio € niedrigeren Gewinn aus dem Verkauf von Anteilen an der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) resultierten (2011: 356 Mio €; 2010: 972 Mio €).

Am stärksten wurde unser Nettoanlageergebnis durch die Wertminderungen (netto) auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere belastet. Mit dem Abschwung an den Aktienmärkten erhöhten sich auch die Wertminderungen auf Aktienanlagen um 1 907 Mio €, insbesondere bei unseren Anlagen im Finanzsektor. Diese enthielten Verluste aus unseren unternehmerischen Investitionen, wie zum Beispiel unseren Beteiligungen an der Commerzbank, Unicredit, China Pacific Insurance Group und der Banco Popular, sowie einen Verlust aus unserem Angebot, bestimmte Anteilsscheine von Allianz Kunden zu erwerben. Insgesamt beliefen sich diese aufgezählten Verluste mit Unternehmensbeteiligungen im Jahr 2011 auf 1 128 Mio €. Den größten Anteil des Anstiegs von Wertminderungen auf festverzinsliche Anlagen in Höhe von 965 Mio € machten die Wertminderungen auf griechische Staatsanleihen aus (2011: 1 023 Mio €).

Die Aufwendungen für Finanzanlagen (netto) erhöhten sich leicht auf 852 Mio €.

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Vermögenslage und Fremdkapital Schaden- und Unfallversicherung

Kapitalanlagen Schaden- und Unfallversicherung

Im Jahr 2011 beliefen sich die Kapitalanlagen in unserer Schaden- und Unfallversicherung auf 98,3 Mrd €, was einem Anstieg von 1,0 Mrd € entspricht. Der Rückgang in den Aktienanlagen, Barreserven und anderen liquiden Mitteln wurde durch den Wertzuwachs festverzinslicher Wertpapiere mehr als ausgeglichen.

Zusammensetzung Kapitalanlagen Zeitwerte1

Stand 31. Dezember 2011 2010
  Mrd € Mrd €
1Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und fremdgenutzter Grundbesitz sind zu fortgeführten Anschaffungskosten berücksichtigt. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind – abhängig unter anderem von unserer Anteilshöhe – entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem anteiligen Eigenkapital berücksichtigt. 2Enthält Kapitalanlagen in Höhe von 0,1 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (zum 31. Dezember 2010: 0,2 Mrd €) und Verbindlichkeiten von – 0,1 Mrd € (zum 31. Dezember 2010: – 0,1 Mrd €). 3Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 9,1 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 10,3 Mrd €) sind nicht berücksichtigt. 4Enthält Barreserven und andere liquide Mittel, wie in der Konzernbilanz gegliedert nach Geschäftsbereichen ausgewiesen, in Höhe von 2,4 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 2,5 Mrd €) und Forderungen aus dem Cashpooling in Höhe von 2,1 Mrd € (31. Dezember 2010: 3,0 Mrd €), bereinigt um erhaltene Sicherheiten aus Wertpapierleihgeschäften und Derivaten in Höhe von – 0,3 Mrd € (31. Dezember 2010: – 0,2 Mrd €).
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva    
Aktien 0,2 0,2
Anleihen 0,9 1,5
Sonstiges2 0,0 0,1
Zwischensumme 1,1 1,8
Finanzanlagen3    
Aktien 4,9 5,4
Anleihen 63,2 60,4
Barreserven und andere liquide Mittel4 4,2 5,3
Sonstiges 7,1 6,7
Zwischensumme 79,4 77,8
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 17,8 17,7
Kapitalanlagen Schaden- und Unfallversicherung 98,3 97,3

Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Wert der ABS-Papiere in der Schaden- und Unfallversicherung auf 3,9 Mrd €. Das entsprach einem Anteil von rund 4,0 % an den gesamten Kapitalanlagen dieses Segments.

Fremdkapital Schaden- und Unfallversicherung

Entwicklung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle1 in Mrd €

Entwicklung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1Nach Gruppenkonsolidierung. Weitere Informationen über die Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden- und Unfallversicherungssegment finden Sie unter Angabe 19 im Konzernanhang.

Zum 31. Dezember 2011 erhöhten sich die Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle um 2,0 Mrd € auf 59,5 Mrd €, die Nettorückstellungen nahmen auf 52,8 Mrd € zu. Auf Währungseffekte entfielen plus 0,6 Mrd €.

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Vermögenslage und Fremdkapital Lebens- und Krankenversicherung

Kapitalanlagen Lebens- und Krankenversicherung

Unsere Kapitalanlagen in der Lebens- und Krankenversicherung nahmen um 2,6 % auf 428,4 Mrd € zu. Davon entfielen 63,5 Mrd € auf fondsgebundene Verträge. Insgesamt stiegen unsere festverzinslichen Anlagen um 16,8 Mrd € auf 229,6 Mrd €, vornehmlich aufgrund von wiederangelegten Zinszuflüssen. Unsere Aktienanlagen hingegen gingen – bedingt durch die Marktentwicklungen – um 9,4 % auf 22,1 Mrd € zurück. Die Barreserven und die anderen liquiden Mittel verminderten sich leicht auf 6,0 Mrd €.

Zusammensetzung Kapitalanlagen Zeitwerte

Stand 31. Dezember 2011 2010
  Mrd € Mrd €
1Enthält Kapitalanlagen in Höhe von 1,9 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (zum 31. Dezember 2010: 1,0 Mrd €) und Verbindlichkeiten (einschließlich des Marktwerts zukünftiger Indexpartizipationen aus aktienindizierten Rentenversicherungen) von – 6,3 Mrd € (zum 31. Dezember 2010: – 4,9 Mrd €). 2Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,4 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 1,6 Mrd €) sind hierin nicht berücksichtigt. 3Enthält Barreserven und andere liquide Mittel, wie in der Konzernbilanz gegliedert nach Geschäftsbereichen ausgewiesen, in Höhe von 5,3 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 4,4 Mrd €) und Forderungen aus dem Cashpooling in Höhe von 2,5 Mrd € (31. Dezember 2010: 3,3 Mrd €), bereinigt um erhaltene Sicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte und Derivate in Höhe von – 1,8 Mrd € (31. Dezember 2010: – 0,3 Mrd €). 4Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgen stellen Kapitalanlagen dar, die Versicherungsnehmern der Allianz Gruppe gehören und in ihrem Namen verwaltet werden; sämtliche Wertänderungen dieser Kapitalanlagen werden den Versicherungsnehmern zugeordnet. Daher stimmt ihr Wert in unserer Bilanz mit demjenigen der Finanzpassiva aus fondsgebundenen Verträgen überein.
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva    
Aktien 2,1 2,7
Anleihen 2,5 3,2
Sonstiges1 –4,4 –3,9
Zwischensumme 0,2 2,0
Finanzanlagen2    
Aktien 22,1 24,4
Anleihen 229,6 212,8
Barreserven und andere liquide Mittel3 6,0 7,4
Sonstiges 9,0 8,8
Zwischensumme 266,7 253,4
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 98,0 97,4
Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgen4 63,5 64,8
Kapitalanlagen Lebens- und Krankenversicherung 428,4 417,6

Innerhalb des Kapitalanlagebestands der Lebens- und Krankenversicherung belief sich der Wert der ABS-Wertpapiere zum 31. Dezember 2011 auf 15,6 Mrd €. Das entsprach einem Anteil von 3,6 % an den gesamten Kapitalanlagen dieses Segments.

Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgenin Mrd €

Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgen

Die Finanzaktiva aus fondsgebundenen Verträgen gingen um 1,3 Mrd € oder 2,0 % auf 63,5 Mrd € zurück. Die fondsgebundenen Versicherungsverträge nahmen dabei um 0,3 Mrd € ab, und das, obwohl die Prämienzuflüsse die Prämienabflüsse um 3,2 Mrd € übertrafen. Der Rückgang war auf eine schwache Wertentwicklung von Fondsanlagen (– 1,5 Mrd €) zurückzuführen. Zudem schichteten Versicherungsnehmer verstärkt in nicht-fondsgebundene Verträge um (– 1,9 Mrd €). Fondsgebundene Investmentverträge verringerten sich um 1,7 Mrd €, vor allem wegen Kapitalabflüssen in Italien. Die Wechselkurseffekte waren in erster Linie die Folge eines höher notierten US-Dollars (0,5 Mrd €) und stärkerer asiatischer Währungen (0,2 Mrd €).3

Fremdkapital Lebens- und Krankenversicherung

Entwicklung der Rückstellungen für Versicherungs- und Investmentverträgein Mrd €

Entwicklung der Rückstellungen für Versicherungs- und Investmentverträge

Die Rückstellungen für Versicherungs- und Investmentverträge der Lebens- und Krankenversicherung wuchsen 2011 um 12,1 Mrd € oder 3,6 %. Der Anstieg der Deckungsrückstellungen um 11,9 Mrd € resultierte dabei in erster Linie aus unseren Geschäftsaktivitäten in Deutschland (5,9 Mrd €), in den USA (3,1 Mrd €, ohne Wechselkurseffekte), Italien (1,1 Mrd €) und Belgien (0,6 Mrd €). Die Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen hingegen sanken um 1,9 Mrd €, was im Wesentlichen an der Entwicklung der nichtrealisierten Verluste aus Anleihen infolge höherer Credit Spreads lag (die teilweise von Versicherungsnehmern zu tragen sind). Wechselkursgewinne waren auf stärkere Notierungen des US-Dollars (1,7 Mrd €), des Schweizer Frankens (0,3 Mrd €) und asiatischer Währungen (0,2 Mrd €) zurückzuführen.3

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Vermögenslage und Fremdkapital Asset Management

Kapitalanlagen Asset Management

Unser Asset-Management-Ergebnis wird im Wesentlichen durch das Geschäftsvolumen des für Dritte verwalteten Vermögens bestimmt.4 In diesem Abschnitt zeigen wir jedoch ausschließlich unsere eigenen Vermögenswerte.

Aufgrund des Anstiegs von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie Barreserven und anderen liquiden Mitteln erhöhte sich der Kapitalanlagebestand des Segments Asset Management um 1,5 Mrd € auf 4,8 Mrd €. Die beiden genannten Positionen machten dabei 1,5 Mrd € beziehungsweise 1,6 Mrd € aus. Festverzinsliche Wertpapiere beliefen sich auf 1,0 Mrd €.

Fremdkapital Asset Management

Die Verbindlichkeiten im Asset Management erhöhten sich – bedingt durch einen Anstieg der gruppeninternen Finanzierung – um 1,3 Mrd € auf 5,7 Mrd €.

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Assets and liabilities of the Corporate and Other segment

Kapitalanlagen Segment Corporate und Sonstiges

Unsere Kapitalanlagen im Segment Corporate und Sonstiges erhöhten sich leicht um 0,9 Mrd € auf 40,0 Mrd €. Dabei stiegen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden um 1,3 Mrd € auf 17,7 Mrd €, während die Finanzanlagen mit 22,5 Mrd € nahezu unverändert blieben.

Zusammensetzung KapitalanlagenZeitwerte

Zum 31. Dezember 2011 2010
  Mrd € Mrd €
1Enthält Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (zum 31. Dezember 2010: 0,5 Mrd €) sowie Verbindlichkeiten von – 0,5 Mrd € (zum 31. Dezember 2010: – 0,5 Mrd €). 2Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 73,4 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 69,2 Mrd €) sind nicht berücksichtigt. 3Enthält Barreserven und andere liquide Mittel, wie in der Konzernbilanz gegliedert nach Geschäftsbereichen ausgewiesen, in Höhe von 1,8 Mrd € zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: 1,1 Mrd €) und Forderungen aus dem Cashpooling in Höhe von 0,5 Mrd € (31. Dezember 2010: 0,5 Mrd €), bereinigt um erhaltene Sicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte und Derivate in jeweils unbedeutender Höhe.
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva    
Aktien 0,1 0,1
Anleihen 0,0 0,2
Sonstiges1 –0,3 0,0
Zwischensumme –0,2 0,3
Finanzanlagen2    
Aktien 1,9 3,3
Anleihen 18,1 17,3
Barreserven und andere liquide Mittel3 2,3 1,6
Sonstiges 0,2 0,2
Zwischensumme 22,5 22,4
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 17,7 16,4
Kapitalanlagen Corporate und Sonstiges 40,0 39,1

Der Wert von ABS -Papieren betrug 0,4 Mrd €. Das entspricht rund 1,0 % aller Kapitalanlagen in diesem Segment.

Fremdkapital Segment Corporate und Sonstiges

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 0,5 Mrd € auf 15,8 Mrd €. Die verbrieften Verbindlichkeiten hingegen sanken von 14,4 Mrd € auf 13,8 Mrd €, was vorwiegend an der rückläufigen Mittelaufnahme der Allianz SE am Geldmarkt (– 0,7 Mrd €) lag. Der Anstieg des Genussrechtskapitals und der nachrangigen Verbindlichkeiten um 2,5 Mrd € auf 11,3 Mrd € ist vor allem den von der Allianz Finance II B.V. ausgegebenen nachrangigen Anleihen zuzuschreiben.5

1Ohne Bestand aus eigenem Hypothekengeschäft mit deutschen Privatkunden. Eine Beschreibung der Struktur unseres Rentenportfolios nach Ratings finden Sie im Risikoberichts. 2Bereinigt um Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwendungen für externe Fremdfinanzierung). 3Basierend auf dem Schlusskurs der entsprechenden Bilanz. 4Weitere Informationen über die Entwicklung des von uns für Dritte verwalteten Vermögens finden Sie im Kapitel „Asset Management“. 5 Weitere Informationen über die Verbindlichkeiten der Allianz SE zum 31. Dezember 2011 finden Sie im Kapitel „Liquidität und Finanzierung” und unter den Angaben 23 und 24 im Konzernanhang.

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