Kapitalflussrechnung der Allianz Gruppe

Veränderung der Finanzmittel zum 31. Dezember1 in Mio €


Veränderung der Finanzmittel zum 31. Dezember<sup>1</sup>
1Die Beträge vor 2010 wurden angepasst in der Absicht, eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethode des Allianz Konzerns zu berücksichtigen. Weitere Informationen finden Sie unter der Angabe 4 im Konzernanhang. 2 Enthält Auswirkungen der Währungsumrechnung auf die Finanzmittel in Höhe von 111 Mio €, 265 Mio € beziehungsweise 21 Mio € für die Geschäftsjahre 2011, 2010 und 2009.

Der Netto cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst den Jahresüberschuss (-fehlbetrag), bereinigt um nicht liquiditätswirksame Aufwendungen, Erträge und andere Posten, die im Jahresergebnis enthalten sind, sowie die Cashflows aus der Nettoveränderung operativer Aktiva und Passiva. Im Berichtsjahr belief sich der Nettocashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 16,6 Mrd €, was einem Anstieg von 1,2 Mrd € gegenüber dem Vorjahr entspricht. Eine Ursache für den Anstieg war der höhere Jahresüberschuss: Dieser erhöhte sich – bereinigt um zahlungsunwirksame Aufwendungen, Erträge und ähnliche Posten, welche im Wesentlichen durch höhere Wertminderungen auf jederzeit veräußerbare Wertpapiere beeinflusst wurden – von 8 501 Mio € im Jahr 2010 um 1 145 Mio € auf 9 646 Mio € für das Jahr 2011. Auch die Cashflows aus der Nettoveränderung der operativen Aktiva und Passiva stiegen 2011 leicht von 6 913 Mio € auf 6 996 Mio € an, was hauptsächlich auf höhere Zuführungen für Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in unserer Schaden- und Unfallversicherung, vor allem in Deutschland und den USA, zurückzuführen ist. Außerdem verzeichneten wir Nettomittelzuflüsse aus Handelsaktiva und Handelspassiva. Diese positiven Effekte wurden durch niedrigere Rückstellungen für Versicherungs- und Investmentverträge, vor allem in Deutschland und Frankreich sowie eine höhere Nettoveränderung unserer Forderungen/Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit abgeschwächt.

Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit gingen 2011 um 2,5 Mrd € auf 17,0 Mrd € zurück. Dies ist vornehmlich auf niedrigere Nettomittelabflüsse aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren unserer Holding- Gesellschaft und unseres Lebens- und Krankenversicherungsgeschäfts in den USA, Deutschland und Italien zurückzuführen. Dieser Effekt wurde zum Teil durch höhere Nettomittelabflüsse aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, insbesondere in der Holding-Gesellschaft kompensiert. Darüber hinaus verzeichneten wir niedrigere Nettomittelzuflüsse aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva, vor allem durch unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft in den USA.

Die Nettomittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit beliefen sich 2011 auf 2,0 Mrd €, verglichen mit 4,5 Mrd € im Jahr 2010. Angesichts der allgemeinen Marktschwäche sanken die Nettomittelzuflüsse aus Einlage beziehungsweise Einlagenentnahmen von Versicherungskunden – insbesondere galt dies für unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft in Italien, Frankreich und Deutschland. Zusätzlich verbuchten wir höhere Dividendenzahlungen an Aktionäre. Geringere Mittelabflüsse aus Refinanzierungen1 glichen diesen Effekt teilweise aus.

Die Barreserven und anderen liquiden Mittel erhöhten sich um 1,7 Mrd € auf 10,5 Mrd € (Stand 31. Dezember 2011), was vor allem auf unsere US-amerikanischen Geschäftsbereiche zurückzuführen ist.

Barreserve und andere liquide Mittel

Stand 31. Dezember 2011 2010
  Mio € Mio €
1Beinhaltet die Umgliederung von 2 050 Mio € aus den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden bei den US Tochtergesellschaften in 2010.
Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten 7 498 5 813
Guthaben bei Zentralnotenbanken 389 279
Kassenbestand 263 169
Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen, ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen, Wechsel und Schecks1 2 342 2 486
Summe Barreserve und andere liquide Mittel 10 492 8 747

1Bezieht sich auf Rückzahlungen von Genussrechtskapital, nachrangigen und verbrieften Verbindlichkeiten.

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