Prioritäten des Risikomanagements für 2012

Im Hinblick auf das Risikomanagement haben wir uns für das Jahr 2012 drei Ziele gesetzt. Erstens möchten wir im Risikomanagement und in der Berichterstattung ebenso erfolgreich sein wie 2011. Zweitens sollen unser Risikomanagementsystem und die Risikoorganisation global weiterentwickelt und gestärkt werden.

Drittens wollen wir alles Notwendige tun, um den kommenden internen Modellanforderungen nach Solvency II zu entsprechen. Dieses Ziel hat der Vorstand zu einer der Top-Prioritäten der Allianz Gruppe erklärt. Insbesondere werden wir uns auf die abschließende Gestaltung unseres internen Risikokapitalmodells und dessen tiefere Integration in relevante Geschäftsabläufe konzentrieren. Andere vorrangige Ziele sind die Dokumentation und weitere Validierung des internen Modells sowie die abschließende Verbesserung der Infrastruktur für unsere Risikoanalyse. In diesem Zusammenhang werden wir uns weiter auf die Wahrnehmung der neuen Berichts- und Angabepflichten vorbereiten und unsere Berichterstattung entsprechend strukturieren. Im Hinblick auf unser Risk-Governance-System liegt unser Schwerpunkt auf der geordneten und strikten Einhaltung der für die Risikoorganisation und -prinzipien relevanten Funktionen. All diese Initiativen unterliegen vor ihrer endgültigen Umsetzung formellen internen Genehmigungsprozessen.

Solvency II ist ein umfangreiches, auf mehrere Jahre angelegtes europäisches Projekt. Der allgemeinen Einschätzung nach wird dieses Regelwerk die Solvabilitätsanforderungen in der europäischen Versicherungsbranche wesentlich verändern. Die Allianz Gruppe nimmt aktiv an diesem Prozess teil. Wir geben fortlaufend Rückmeldungen zu den Vorschlägen und Analysen der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) und der EU-Kommission. Des Weiteren bringen wir unsere Fachkompetenz bei der Ausarbeitung der technischen Umsetzung ein, beispielsweise über das Chief Risk Officer Forum und das Chief Financial Officer Forum. Außerdem ist die Allianz Gruppe aktiv am freiwilligen Vorantragsverfahren für Solvency II mit den entsprechenden europäischen Aufsichtsorganen beteiligt. Unsicherheiten bestehen derzeit noch über die endgültige Anwendung der Maßnahmen und deren Auslegung. Daher unterliegen unser internes Risikokapitalmodell und die entsprechenden Risikoprozesse einer ständigen Prüfung und gegebenenfalls Änderungen, damit sie den Solvency-II-Standards entsprechen.

Auf Basis unserer oben geschilderten Maßnahmen sind wir zuversichtlich, die endgültigen Anforderungen von Solvency II bei ihrem verbindlichen Inkrafttreten in vollem Umfang erfüllen zu können.

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