Interne Kontrollen der Finanzberichterstattung

Unsere Finanzberichterstattung muss sowohl unserem umsichtigen Risk-Governance-Ansatz gerecht werden als auch aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügen. Dies gewährleisten wir über eine Struktur, mit der wir das Risiko für wesentliche Fehler im Konzernabschluss konkret erkennen und verringern können. Unser internes System zur Kontrolle der Finanzberichterstattung beruht auf dem Regelwerk, das vom „Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission“ entwickelt wurde. Wir überprüfen und aktualisieren dieses System regelmäßig.

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Ansatz der internen Kontrolle

Unser Ansatz lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Wir greifen auf einen risikobasierten Top-down-Ansatz zurück, um jene Bilanzposten und operative Einheiten zu ermitteln, die in den Anwendungsbereich unseres internen Kontrollsystems fallen sollten. Dazu führen wir jährlich eine qualitative und quantitative Analyse unseres Konzernabschlusses durch.
  • Daran anschließend haben unsere Einheiten vor Ort die Aufgabe, Risikoszenarien zu identifizieren, die zu wesentlichen Falschdarstellungen führen können. Dabei wird auch berücksichtigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Risiko eintreten und wie gravierend sich daraus entstehende Fehler auswirken könnten.
  • An relevanten Punkten des Berichterstattungsprozesses führen wir Schlüsselkontrollen durch. Tritt ein potenzielles Risiko tatsächlich ein, wird dadurch gewährleistet, dass Falschdarstellungen weniger wahrscheinlich werden und sich auch weniger stark auswirken. Diese gezielten Kontrollen werden durch konzernweite Kontrollmaßnahmen ergänzt: Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Kontrollumfeld, der Effektivität der Informations- und Kommunikationsflüsse, dem Risikobewertungsprozess sowie auf der laufenden Überwachung des internen Kontrollsystems selbst. Da die Finanzberichterstattung in hohem Maße von IT-Systemen abhängt, ist auch die Kontrolle dieser Systeme unerlässlich.
  • Kontrollen müssen jedoch nicht nur angemessen gestaltet sein, um Risiken zu vermindern, sondern auch effektiv ausgeführt werden. Daher werden alle Komponenten des internen Kontrollsystems wie etwa Prozesse, entsprechende Schlüsselkontrollen und deren Ausführung im gesamten Konzern durchgängig dokumentiert. Um die Effektivität unseres Kontrollsystems zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern, unterziehen wir es zudem einer jährlichen Bewertung. Group Audit und die örtlichen internen Revisionsabteilungen stellen sicher, dass die Qualität unseres internen Kontrollsystems fortlaufend intensiv überwacht wird.
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Governance

Der Vorstandsvorsitzende und das für Controlling, Reporting und Risk zuständige Vorstandsmitglied der Allianz SE sind für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Zuverlässigkeit des Konzernabschlusses verantwortlich. Dabei werden sie von den zuständigen Abteilungen der Zentralressorts, vom Group Disclosure Committee und von den operativen Einheiten unterstützt.

Aufgabe des Group Disclosure Committee ist es, den Vorstandsvorsitzenden und das für Controlling, Reporting und Risk zuständige Vorstandsmitglied der Allianz SE über alle wesentlichen Entwicklungen zu informieren, die unsere Angabepflichten in Finanzberichten betreffen könnten. Darüber hinaus muss das Komitee auch die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen in Quartals- und Geschäftsberichten gewährleisten. Das Komitee trifft sich vierteljährlich, jeweils vor Veröffentlichung der Finanzberichte.

Die Tochtergesellschaften innerhalb unseres Kontrollsystems sind dafür verantwortlich, dass die interne Kontrollstrategie des Konzerns eingehalten und Local Disclosure Committees eingerichtet werden, die jenen der Gruppe gleichen müssen. Die Chief Executive Officers (CEO) und Chief Financial Officers (CFO) der operativen Einheiten berichten dem Vorstand der Allianz SE regelmäßig darüber, wie effektiv ihre jeweiligen Kontrollsysteme sind, sowie über Vollständigkeit, Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzdaten, die der Gruppe übermittelt werden.

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Weitere Kontrollmechanismen

Wir sind davon überzeugt, dass leistungsstarke interne Kontrollmechanismen mit ausschlaggebend für unseren Geschäftserfolg und den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu externen Parteien sind. Aus diesem Grund haben wir auch weitere interne Kontrollmechanismen optimiert. Als Beispiel dient dabei das System, das unsere größten operativen Einheiten im Lebensversicherungsgeschäft in der Finanzberichterstattung für die Berechnung des „Market Consistent Embedded Value“ (MCEV) nutzen.

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