25 Eigenkapital

Stand 31. Dezember 2011
Mio €
2010
Mio €
1 Enthalten –223 (2010: –237) Mio € aus eigenen Aktien zum 31. Dezember 2011.
2 Enthalten 191 (2010: 196) Mio € aus Cashflow Hedges zum 31. Dezember 2011.
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 1 166 1 164
Kapitalrücklage 27 597 27 521
Gewinnrücklagen1 13 522 13 088
Währungsänderungen –1 996 –2 339
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste (netto)2 4 626 5 057
Zwischensumme 44 915 44 491
Anteile anderer Gesellschafter 2 338 2 071
Summe 47 253 46 562

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2011 betrug das gezeichnete Kapital 1 165 568 000 €. Es verteilt sich auf 455 300 000 vinkulierte Namensaktien. Dabei handelt es sich um nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,56 € je Stück.

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Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2011 bestand ein Genehmigtes Kapital 2010/I in Höhe von 550 000 000 € (214 843 750 Aktien), das bis zum 4. Mai 2015 befristet ist. Die Bezugsrechte der Aktionäre können im Fall von Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgeschlossen werden. Im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen kann das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden sowie wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Des Weiteren können die Bezugsrechte der Aktionäre ausgeschlossen werden, sofern dies erforderlich ist, um Inhabern mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. mit Wandlungspflichten ausgestatteter Anleihen ein Bezugsrecht auf neue Aktien einzuräumen. Insgesamt darf aber das Bezugsrecht für neue Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2010/I und dem Bedingten Kapital 2010 nur für einen Betrag von maximal 232 396 800 € (entspricht 20 % des Grundkapitals zum Jahresende 2009) ausgeschlossen werden.

Aus einem weiteren genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2010/II) können bis zum 4. Mai 2015 Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden, um die neuen Aktien an Mitarbeiter der Allianz SE und ihrer Konzerngesellschaften auszugeben. Zum 31. Dezember 2011 belief sich das Genehmigte Kapital 2010/II auf 11 416 000 € (4 459 375 Aktien).

Zum 31. Dezember 2011 bestand ein bedingtes Kapital in Höhe von 250 000 000 € (97 656 250 Aktien) (Bedingtes Kapital 2010). Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, welche die Allianz SE oder ihre Tochtergesellschaften aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 gegen bar ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und nicht eigene Aktien oder Aktien aus genehmigtem Kapital hierfür verwendet werden.

Im Juli 2011 wurde gegen Barzahlung eine nachrangige Wandelanleihe in Höhe von 500 000 000 € begeben, bei der auch eine Wandlung in Allianz Aktien erfolgen kann. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese Wandelanleihe wurde gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen. Der Ausgabepreis der Wandelanleihe wurde nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt und unterschreitet den theoretischen Marktwert der Wandelanleihe nicht wesentlich. Zur Sicherung der Ansprüche der Berechtigten der Wandelanleihe dient das Bedingte Kapital 2010. Bis zum 31.12.2011 hat keine Wandlung von Schuldverschreibungen in Aktien stattgefunden.

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Entwicklung der Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien

  2011 2010 2009
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1.1. 451 548 760 451 197 223 451 490 223
Kapitalerhöhung für Mitarbeiteraktien 800 000 600 000 850 000
Änderung der Anzahl eigener Aktien zu sonstigen Zwecken 124 265 –248 463 –2 038 558
Änderung der Anzahl eigener Aktien zum Zweck des Wertpapierhandels 895 558
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31.12. 452 473 025 451 548 760 451 197 223
Eigene Aktien 2 826 975 2 951 240 2 702 777
Anzahl der ausgegebenen Aktien insgesamt 455 300 000 454 500 000 453 900 000

Im November 2011 wurden 800 000 (2010: 600 000) Aktien zu einem Emissionskurs von 65,21 (2010: 83,34) € je Aktie begeben und damit den Mitarbeitern der in- und ausländischen Allianz Gesellschaften der Bezug von 651 613 (2010: 373 380) Mitarbeiteraktien zu Preisen zwischen 45,65 (2010: 58,34) € und 54,34 (2010: 69,58) € je Aktie ermöglicht. Die restlichen 148 387 (2010: 226 620) Aktien werden weiterhin als eigene Aktien für die künftige Ausgabe von Mitarbeiterbeteiligungsplänen im Rahmen des Programms für 2012 bilanziert. Dies führte zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 2 Mio € und der Kapitalrücklagen um 50 Mio €. Die Bezugsrechte der Aktionäre für die neuen Aktien wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 ausgeschlossen.

Alle in den Jahren 2011, 2010 und 2009 ausgegebenen Aktien waren ab Beginn des Ausgabejahres gewinnberechtigt.

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Dividenden

Der Vorstand wird den Aktionären auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 4,50 € auf jede gewinnberechtigte Stückaktie vorschlagen. Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde eine Dividende von 4,50 € bzw. 4,10 € auf jede gewinnberechtigte Stückaktie ausgeschüttet.

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Eigene Aktien

Zum 31. Dezember 2011 hielt die Allianz SE 2 754 556 (2010: 2 832 789) eigene Aktien. Hiervon wurden 148 387 (2010: 226 620) Aktien zur Bedienung des Mitarbeiteraktienplanes 2012 vorgehalten, und 2 606 169 (2010: 2 606 169) Aktien dienten der Absicherung von Verpflichtungen aus dem Allianz Equity Incentive Programm (vormals Group Equity Incentive Programm).

Im 4. Quartal 2011 wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung für Mitarbeiteraktien 800 000 neue Aktien ausgegeben. Für den Mitarbeiteraktienkaufplan der Allianz SE und ihrer Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr 878 233 Aktien an Mitarbeiter verkauft. Hiervon stammten 226 620 Aktien aus der Kapitalerhöhung für Mitarbeiteraktien 2010 und 651 613 Aktien aus der Kapitalerhöhung für Mitarbeiteraktien 2011. Die verbleibenden 148 387 Aktien aus der Kapitalerhöhung 2011 werden für den Mitarbeiteraktienkaufplan der Allianz SE und ihrer Tochterunternehmen im Jahr 2012 verwendet. Insgesamt reduzierte sich die Anzahl eigener Aktien im Geschäftsjahr 2011 um 78 233 (2010: Zuwachs von 248 422). Dies entspricht 200 276 (2010: 635 960) € oder 0,02 % (2010: 0,05 %) des gezeichneten Kapitals.

Die eigenen Aktien haben sich wie folgt entwickelt:

  Anschaffungskosten Stückzahl Anteil am
gezeichneten Kapital
Stand 31. Dezember Mio €   %
2011      
Allianz SE 214 2 754 556 0,60
Übrige 9 72 419 0,02
Summe 223 2 826 975 0,62
2010
Allianz SE 224 2 832 789 0,62
Übrige 13 118 451 0,03
Summe 237 2 951 240 0,65
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Anteile anderer Gesellschafter

Stand 31. Dezember 2011 2010
  Mio € Mio €
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste (netto) –13 36
Anteile am Ergebnis 259 156
Übrige Fremdanteile 2 092 1 879
Summe 2 338 2 071
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Kapitalanforderungen

Das Wachstum, die Art der Geschäfte, die der Allianz Konzern tätigt, und die jeweiligen Marktbedingungen sowie die Branche und die Standorte, in denen er tätig ist, beeinflussen den Kapitalbedarf des Allianz Konzerns. Wichtig ist ferner die Allokation des Anlageportfolios des Allianz Konzerns. Im Zuge des Managementdialogs wird anhand der Geschäftspläne der Kapitalbedarf der operativen Einheiten prognostiziert, wobei Umfang und zeitliche Streckung von Wachstum und Investitionen zu berücksichtigen sind. Die Mindestkapitalausstattung der operativen Einheiten und des Allianz Konzerns insgesamt unterliegen des Weiteren auch gesetzlichen Bestimmungen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wurde in Deutschland die Finanzkonglomeraterichtlinie, eine ergänzende EU-Richtlinie, wirksam. Gemäß dieser Richtlinie versteht der Gesetzgeber unter einem Finanzkonglomerat eine Holding und ihre Tochtergesellschaften, die grenzüberschreitend und branchenübergreifend aktiv sind. Beim Allianz Konzern handelt es sich nach dieser Richtlinie und den betreffenden deutschen Gesetzen um ein Finanzkonglomerat. Die Richtlinie verlangt, dass ein Finanzkonglomerat die Erfüllung der Solvabilitätsanforderung auf konsolidierter Basis berechnet.

Zum 31. Dezember 2011 beliefen sich die Eigenmittel, die bei der Solvabilität für das Versicherungs-, das Asset-Management- und das Bankgeschäft berücksichtigt werden dürfen, auf 42,6 (2010: 39,6) Mrd € einschließlich außerbilanzieller Bewertungsreserven1 in Höhe von 2,2 (2010: 2,1) Mrd €. Damit wurden die gesetzlichen Anforderungen um 18,8 (2010: 16,7) Mrd € überschritten, sodass sich zum 31. Dezember 2011 eine vorläufige Deckungsquote von 179 (2010: 173) % ergibt.

Neben den gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalausstattung setzt der Allianz Konzern auch ein internes Risikokapitalmodell ein, um zu ermitteln, wie viel Kapital notwendig ist, um unerwartete Ergebnisschwankungen aufzufangen.

Die Versicherungsunternehmen des Allianz Konzerns einschließlich Allianz SE erstellen ihre Abschlüsse nach lokalen Gesetzen und Vorschriften. Diese Gesetze enthalten zum Teil unterschiedliche Vorgaben zu einem Mindestkapital sowie Beschränkungen der Höhe der an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden. Die Regelungen bezüglich des Mindestkapitals basieren auf verschiedenen Kriterien, z. B. gebuchten Beiträgen oder Versicherungsleistungen, Höhe der Rückstellungen für Versicherungsverträge, Kapitalanlage-, Sterbe-, Kredit-, versicherungstechnischen Risiken und außerbilanziellen Risiken. Die Aufzählung der Kriterien ist nicht abschließend.

Zum 31. Dezember 2011 wurden von den Tochtergesellschaften des Allianz Konzerns sämtliche aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllt.

Einige Versicherungsunternehmen des Allianz Konzerns sind aufsichtsrechtlichen Vorgaben in Bezug auf die Höhe der Dividenden unterworfen, die an die Allianz SE ohne vorhergehende Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde ausgeschüttet werden dürfen. Diese Auflagen gewährleisten, dass Unternehmen Dividenden lediglich bis zu einem gewissen Betrag oberhalb einer bestimmten aufsichtsrechtlichen Kapitalausstattung oder in Bezug auf die Höhe der nicht ausgeschütteten Überschüsse oder bis zum Jahresergebnis (oder einem bestimmten Prozentsatz davon) auszahlen. Beispielsweise sind die Geschäftsbereiche der in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässigen Versicherungsunternehmen des Allianz Konzerns Beschränkungen in Bezug auf Dividendenzahlungen an das Mutterunternehmen nach dem anzuwendenden bundesstaatlichen Versicherungsrecht unterworfen. Dividenden, die über diese Beschränkungen hinaus ausgezahlt werden, benötigen im Allgemeinen der vorherigen Zustimmung des Versicherungsbeauftragten des Heimatstaates. Der Vorstand der Allianz SE ist überzeugt, dass diese Beschränkungen die Fähigkeit des Allianz Konzerns, künftig Dividenden an seine Aktionäre auszuschütten, nicht beeinflussen.

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