49 Aktienbasierte Vergütungspläne

Group-Equity-Incentive-Pläne

Die Group-Equity-Incentive-Pläne (GEI-Pläne) des Allianz Konzerns unterstützen die Ausrichtung des Top-Managements, insbesondere des Vorstands, auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Bis 2010 umfassen die GEI virtuelle Optionen (Stock Appreciation Rights, SAR) und virtuelle Aktien (Restricted Stock Units, RSU). Ab der Gewährung in 2011 ersetzt der Allianz Equity-Incentive-Plan (AEI) die GEI-Pläne. Im AEI-Plan werden den Planteilnehmern nur noch virtuelle Aktien (Restricted Stock Units) gewährt.

Stock-Appreciation-Rights

Die SAR, die einem Planteilnehmer gewährt wurden, verpflichten den Allianz Konzern in Bezug auf jedes gewährte Recht, den Unterschiedsbetrag zwischen dem Börsenkurs der Allianz Aktie am Tag der Ausübung und dem Referenzkurs als Barzahlung zu leisten. Der maximale Unterschied ist auf 150 % des Referenzkurses begrenzt. Der Referenzkurs entspricht dem Durchschnitt der Schlusskurse der Allianz SE Aktie an den zehn Börsentagen, die im Ausgabejahr der Bilanzpressekonferenz der Allianz SE folgen. Die bis 2008 gewährten SAR können nach einer Sperrfrist von zwei Jahren ausgeübt werden und verfallen nach sieben Jahren. Für SAR, die ab 2009 gewährt wurden, gilt eine Sperrfrist von vier Jahren, und sie verfallen ebenfalls nach sieben Jahren. Nach Ablauf der Sperrfrist können die SAR vom Planteilnehmer ausgeübt werden, sofern folgende Marktbedingungen erfüllt sind:

  • der Kurs der Allianz SE Aktie hat während der Laufzeit den Dow Jones Europe STOXX Price Index mindestens einmal für einen Zeitraum von fünf aufeinanderfolgenden Börsentagen übertroffen und
  • der Aktienkurs der Allianz SE übersteigt den Referenzkurs bei Ausübung um mindestens 20 %.

Darüber hinaus werden SAR vor dem Ablauf der Sperrfrist unter der Voraussetzung, dass die genannten Marktbedingungen erfüllt sind, durch das Unternehmen ausgeübt, wenn ein Planteilnehmer stirbt, sich die Mehrheitsverhältnisse ändern oder ein Planteilnehmer wegen betriebsbedingter Kündigung ausscheidet.

Die am letzten Tag des Plans nicht ausgeübten Rechte werden automatisch ausgeübt, sofern die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind oder ein Teilnehmer des Plans aus dem Beschäftigungsverhältnis zum Allianz Konzern ausgeschieden ist, verfallen die Rechte.

Der Zeitwert der SAR zum Zeitpunkt der Gewährung wird mittels eines Cox-Rubinstein binomialen Optionsbewertungsmodells bestimmt. Die Volatilität wird aus beobachtbaren historischen Marktpreisen abgeleitet. Sind bezüglich des Ausübungsverhaltens der SAR keine historischen Informationen verfügbar (vor allem die Pläne, die von 2005 bis 2008 ausgegeben wurden, sind nicht im Geld), wird angenommen, dass die erwartete Laufzeit der Zeit bis zum Verfall der SAR entspricht.

Die folgende Tabelle stellt die Annahmen für die Berechnung des Zeitwertes der SAR zum Zeitpunkt der Gewährung dar.

    2010 2009
Erwartete Volatilität % 29,0 60,0
Risikofreier Zinssatz % 2,7 2,6
Erwartete Dividendenrendite % 5,6 6,2
Aktienkurs 88,09 55,19
Erwartete Laufzeit (Jahre)   7 7

Die SAR werden vom Allianz Konzern als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Daher erfasst der Allianz Konzern den Zeitwert der SAR periodengerecht über die Sperrfrist als Personalaufwand. Nach Ablauf der Sperrfrist werden jegliche Änderungen des Zeitwertes der nicht ausgeübten Rechte als Personalaufwand erfasst. In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr belief sich der Ertrag im Zusammenhang mit den nicht ausgeübten Rechten auf 10 (2010: Aufwendungen von 5; 2009: Aufwendungen von 12) Mio €.

Zum 31. Dezember 2011 bildete der Allianz Konzern für die nicht ausgeübten SAR eine Rückstellung in Höhe von 25 (2010: 48) Mio € und erfasste sie unter Andere Verbindlichkeiten.

Restricted-Stock-Units

Durch die einem Planteilnehmer gewährten RSU ist der Allianz Konzern verpflichtet, eine dem durchschnittlichen Börsenkurs der Allianz SE Aktie in den zehn Handelstagen, die dem Ablauf der Sperrfrist vorausgehen, entsprechende Barzahlung zu leisten oder für jedes gewährte Recht eine Allianz SE Aktie oder ein anderes gleichwertiges Eigenkapitalinstrument auszugeben. Die RSU haben eine Sperrfrist von fünf Jahren. Der Allianz Konzern übt die RSU am ersten Handelstag nach Ablauf ihrer Sperrfrist aus. Am Ausübungstag kann der Allianz Konzern die Erfüllungsmethode für die einzelnen RSU bestimmen.

Darüber hinaus werden RSU vor dem Ablauf der Sperrfrist durch das Unternehmen ausgeübt, wenn ein Planteilnehmer stirbt, sich die Mehrheitsverhältnisse ändern oder ein Planteilnehmer wegen betriebsbedingter Kündigung ausscheidet.

Die RSU sind virtuelle Aktien ohne Berücksichtigung von Dividendenzahlungen. Die Berechnung des Zeitwertes erfolgt durch Substraktion der Barwerte der erwarteten künftigen Dividendenzahlungen vom jeweils herrschenden Kurs am Bewertungstag.

Die folgende Tabelle stellt die Annahmen für die Berechnung des Zeitwertes der RSU zum Zeitpunkt der Gewährung dar.

  2010 2009
  % %
Durchschnittlicher Zinssatz 1,4 2,1
Durchschnittlicher Dividendenertrag 5,5 7,1

Die RSU werden vom Allianz Konzern als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert, weil der Allianz Konzern einen Barausgleich plant. Daher erfasst der Allianz Konzern den Zeitwert der RSU periodengerecht über die Sperrfrist als Personalaufwand. In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr belief sich der im Zusammenhang mit den nicht ausübbaren RSU stehende Personalaufwand auf 29 (2010: 58; 2009: 72) Mio €.

Zum 31. Dezember 2011 bildete der Allianz Konzern für die nicht ausübbaren RSU eine Rückstellung in Höhe von 106 (2010: 121) Mio € und erfasste sie unter Andere Verbindlichkeiten.

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Allianz Equity-Incentive-Plan

Ab dem Gewährungsjahr 2011 ersetzt der Allianz Equity-Incentive-Plan (AEI) die GEI-Pläne. Der AEI wird in Form von Restricted Stock Units (RSU) gewährt und ist Teil einer neuen flexiblen Vergütungsstruktur für die Planbegünstigten.

Der Allianz Konzern ist durch die einem Planteilnehmer gewährten RSU verpflichtet, eine dem durchschnittlichen Aktienkurs der Allianz SE Aktie am Ausübungstag und den vorangehenden neun Handelstagen entsprechende Barzahlung zu leisten oder jede virtuelle Aktie in eine Allianz SE Aktie umzutauschen. Die Auszahlung ist begrenzt und entspricht maximal einem 200 %-igen Aktienkursanstieg über dem Ausgabekurs.

Die RSU innerhalb des AEI-Plans unterliegen einer vierjährigen Sperrfrist. Die Freigabe der RSU erfolgt am letzten Tag der Sperrfrist. Der Allianz Konzern kann die Erfüllungsmethode für die einzelnen RSU bestimmen.

Darüber hinaus werden RSU vor dem Ablauf der Sperrfrist durch das Unternehmen ausgeübt, wenn ein Planteilnehmer stirbt, sich die Mehrheitsverhältnisse ändern oder ein Planteilnehmer wegen betriebsbedingter Kündigung ausscheidet.

Die RSU sind virtuelle Aktien ohne Dividendenauszahlung, die einer Auszahlungsbeschränkung unterliegen. Der Zeitwert ermittelt sich aus dem jeweils herrschenden Kurs am Bewertungstag abzüglich der Barwertsumme der bis zur Fälligkeit erwarteten künftigen Dividendenzahlungen und des Zeitwertes der Auszahlungsbeschränkung. Die Auszahlungsbeschränkung wird als Europäische Short Call Option auf Basis aktueller Marktdaten am Bewertungstag bewertet.

Die folgende Tabelle stellt die Annahmen für die Berechnung des Zeitwertes der RSU zum Zeitpunkt der Gewährung dar.

    20121 2011
1 Die RSU 2012 werden als den Teilnehmern gewährte Vergütung für das Jahr 2011 angesehen. Folglich basieren die Annahmen für die im März 2012 ausgegebenen RSU auf bestmöglicher Schätzung.  
Aktienkurs 87,49 102,00
Durchschnittlicher Dividendenertrag % 5,3 4,8
Durchschnittlicher Zinssatz % 1,2 2,0
Erwartete Volatilität % 21,6 18,5

Die RSU innerhalb der neuen Vergütungstruktur werden vom Allianz Konzern als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert, weil der Allianz Konzern einen Barausgleich plant. Daher erfasst der Allianz Konzern den Zeitwert der RSU periodengerecht über den Erdienungszeitraum von einem Jahr und anschließend über die Sperrfrist als Personalaufwand. In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr belief sich der im Zusammenhang mit der RSU Komponente des AEI Plans stehende Personalaufwand auf 29 (2010: 17) Mio €.

Zum 31. Dezember 2011 bildete der Allianz Konzern für diese RSU eine Rückstellung in Höhe von 42 (2010: 17) Mio € und erfasste sie unter Andere Verbindlichkeiten.

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Aktienbezogene Vergütungspläne von Tochterunternehmen des Allianz Konzerns

PIMCO LLC Class B Unit Purchase Plan

Bei der Übernahme von Allianz Global Investors of America L.P. (AGI L.P.) in dem zum 31. Dezember 2000 endenden Geschäftsjahr hat die Allianz SE die Pacific Investment Management Company LLC (PIMCO LLC), eine Tochtergesellschaft von AGI L.P., dazu veranlasst, einen Class B Unit Purchase Plan (Class B Plan) zugunsten der Mitglieder der Geschäftsleitung der PIMCO LLC aufzulegen. Gemäß diesem Plan haben die Teilnehmer einen vorrangigen Anspruch auf 15 % des berichtigten operativen Ergebnisses von PIMCO LLC.

Die im Rahmen des Plans ausgegebenen Class B Units haben eine drei- bis fünfjährige Sperrfrist und können von AGI L.P. bei Tod, Invalidität oder Ausscheiden des Teilnehmers vor Ablauf der Sperrfrist zurückgekauft werden. Außerdem hat AGI L.P. seit dem 1. Januar 2005 das Recht, jährlich einen Teil der ausgeübten Class B Units zurückzukaufen, und die Beteiligten haben das Recht, dies von AGI L.P. zu verlangen. Das Kauf- oder Verkaufsrecht kann erstmals sechs Monate nach Ablauf der Sperrfrist ausgeübt werden. Der Rückkaufpreis wird am Rückkaufstag auf dem dann ermittelten Wert der zurückgekauften Class B Units basieren. Da die Teilnehmer eine Verkaufsoption auf Class B Units besitzen, wird der Class B Plan als Vergütung mit Barausgleich bilanziert.

Der Allianz Konzern erfasst daher den Zeitwert der Class B Units periodengerecht über die Sperrfrist als Personalaufwand. Bei Ablauf der Sperrfrist werden jegliche Änderungen des Zeitwertes der Class B Units als Personalaufwand erfasst. In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr erfasste der Allianz Konzern im Zusammenhang mit Class B Units einen Personalaufwand von 167 (2010: 367; 2009: 311) Mio €. Zusätzlich wies der Allianz Konzern im Zusammenhang mit dem Anspruch auf das berichtigte operative Ergebnis von PIMCO LLC einen Aufwand von 47 (2010: 74; 2009: 92) Mio € aus. Zudem übte der Allianz Konzern in 2011 Kaufoptionen auf 13 786 Class B Units aus. Der ausgezahlte Gesamtbetrag in diesem Zusammenhang belief sich auf 449 Mio €.

Der kumulierte Personalaufwand für nicht ausgeübte Class B Units wird als Rückstellung unter Andere Verbindlichkeiten erfasst. Zum 31. Dezember 2011 erfasste der Allianz Konzern für die Class B Units eine Rückstellung in Höhe von 614 (2010: 902) Mio €.

PIMCO LLC Class M-unit Plan

In 2008 hat Allianz Global Investors of America (AGI L.P.) den Class M-Unit Purchase Plan zugunsten der Mitglieder der oberen Führungsebene der PIMCO LLC und bestimmter Tochtergesellschaften aufgelegt. Planteilnehmern wird gewährt, Optionen einer neuen Klasse von Eigenkapitalinstrumenten zu erwerben (M-Units). Diese im Rahmen des Plans ausgegebenen M-Units erlangen ihren Leistungsanspruch in drei Phasen nach einer Laufzeit von drei, vier und fünf Jahren. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Optionen automatisch in einer bargeldlosen Transaktion ausgeübt. Planteilnehmer können wählen, ob sie den Erhalt der M-Units mittels des M-Unit Deferral Plan aufschieben wollen, was spätestens bei ihrem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis endet. Mit dem M-Unit Plan können die Teilnehmer direkt am Ergebnis der PIMCO LLC partizipieren. M-Units sind Aktien ohne Stimmrecht mit begrenzten Informationsrechten. Sie besitzen ein Recht auf vierteljährliche Dividendenausschüttungen. Deferred M-Units haben ein Recht auf vierteljährliche Kompensationszahlungen in Höhe der sonst fälligen vierteljährlichen Dividendenzahlungen.

Maximal dürfen 250 000 M-Units im Rahmen des M-Unit Plan ausgegeben werden.

Der Zeitwert der gewährten M-Optionen wurde mittels des Black-Scholes-Optionspreismodells bestimmt. Die Volatilität wurde teils aus der durchschnittlichen historischen und teils aus einer unterstellten Volatilität einer ausgewählten Vergleichsgruppe abgeleitet. Die erwartete Laufzeit einer gewährten M-Option wurde auf der Basis der drei Phasen der Leistungszeiträume (jeweils ein Drittel in den Jahren 3, 4 und 5) in drei separaten Schritten ermittelt.

Die folgende Tabelle zeigt die Annahmen, die zur Berechnung des Zeitwertes der M-Optionen zum Zeitpunkt der Ausgabe benutzt wurden.

    2011 2010 2009
Gewichteter durchschnittlicher Zeitwert der ausgegebenen Optionen 1 719,35 1 462,84 1 207,91
Annahmen:        
Erwartete Laufzeit (Jahre)   3,84 3,83 3,85
Erwartete Volatilität % 42,1 45,9 48,9
Erwarteter Dividendenertrag % 11,1 10,9 10,5
Risikofreier Zinssatz % 1,5 1,9 1,7

Es folgt ein Überblick über die Anzahl und den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis der ausstehenden und der ausübbaren M-Optionen.

  2011 2010 2009
  Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
       
Zum 1.1. ausstehend 96 451 8 478,86 66 889 6 323,40 26 532 6 230,01
Gewährt 72 050 14 187,52 36 010 11 489,07 41 606 6 102,66
Ausgeübt –7 780 7 365,13
Verfallen –4 436 11 089,64 –6 448 7 487,13 –1 249 6 206,01
Zum 31.12. ausstehend 156 285 11 266,93 96 451 8 478,86 66 889 6 323,40
Zum 31.12. ausübbar

Für das zum 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr betrug der gesamte innere Wert der ausstehenden Optionen auf M-Units 202 (2010: 93) Mio €.

Die ausstehenden Optionen hatten zum 31. Dezember 2011 einen Ausübungspreis zwischen 6 547,78 € und 14 351,19 € und eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 3,11 Jahren.

Die Ansprüche auf Übertragung von Class M-Units der PIMCO LLC werden durch die PIMCO LLC als Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der gesamte Personalaufwand wird über den Zeitwert zum Gewährungsdatum ermittelt und über die Sperrfrist als Aufwand erfasst.

In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr erfasste der Allianz Konzern im Zusammenhang mit den M-Unit-Optionen einen Personalaufwand in Höhe von 52 (2010: 28; 2009: 9) Mio €.

Aktienoptionsplan der Allianz France

Allianz France, früher AGF, hat berechtigten Führungskräften der AGF Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften sowie bestimmten Angestellten, deren Leistung dies rechtfertigte, Kaufoptionen auf AGF S.A. Aktien angeboten.

In dem zum 31. Dezember 2007 endenden Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Tender Offer sowie des Squeeze-out alle verbliebenen AGF Aktien von Minderheitsaktionären aufgekauft. Gemäß einer Vereinbarung („Liquidity Agreement“) zwischen Allianz SE, AGF und den Berechtigten (AGF Mitarbeiter) der Aktienoptionspläne aus den Jahren 2003–2006 hat der Allianz Konzern das Recht, alle AGF Aktien aufzukaufen, die aufgrund der Ausübung dieser Aktienoptionspläne ausgegeben wurden (nach der „Verkaufsperiode“, in der die Berechtigten ein Verkaufsrecht gegenüber der Allianz haben). Der Barausgleich durch die Allianz SE erfolgt in Höhe des Durchschnittskurses der Allianz SE Aktien der letzten 20 Tage vor Ausübung des Verkaufs- bzw. Kaufrechts, multipliziert mit dem Verhältnis aus dem im Tender Offer für jede AGF Aktie vorgeschlagenen Barausgleich (126,43 €) und dem Aktienkurs der Allianz SE am 16. Januar 2007 (155,72 €). Im Falle von Transaktionen, die das Stammkapital bzw. das Eigenkapital der Allianz oder der AGF beeinflussen, wird dieses Verhältnis entsprechend angepasst. Der Barausgleich beruht auf dem ursprünglichen Angebot für jede AGF Aktie im Tender Offer. Zum 31. Dezember 2007 waren alle ausgegebenen Aktien aus diesen Plänen ausübbar.

Aufgrund der Auswirkungen des Liquidity Agreement erfasst der Allianz Konzern die AGF Aktienoptionspläne nun als Pläne mit Barausgleich, da alle AGF Mitarbeiter einen Barausgleich für ihre AGF Aktien erhalten werden. Somit erfasst der Allianz Konzern alle Änderungen des Zeitwertes in Zusammenhang mit noch nicht ausgeübten Plänen als Personalaufwand.

In dem zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahr belief sich der Ertrag im Allianz Konzern im Zusammenhang mit den geänderten Aktienoptionsplänen auf 4 (2010: Ertrag von 0,4; 2009: Aufwendungen von 3) Mio €. Zum 31. Dezember 2011 bildete der Allianz Konzern für diese Pläne eine Rückstellung in Höhe von 4 (2010: 10) Mio €.

Allianz SE Aktienoptionsplan der ehemaligen RAS Gruppe (modifizierter Aktienoptionsplan der RAS Gruppe 2005)

Die ehemalige RAS Gruppe hat berechtigten Mitgliedern der oberen Führungsebene Kaufoptionen auf RAS Stammaktien gewährt.

Der Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung wurde mittels eines trinomialen Optionspreismodells bestimmt. Die Volatilität wurde aus beobachtbaren historischen Marktpreisen entsprechend der erwarteten Laufzeit der Optionen abgeleitet. Als erwartete Laufzeit wurde die Zeit bis zum Verfall der Optionen angesetzt.

Mit Inkrafttreten der Fusion von Allianz SE und RAS wurde der RAS Aktienoptionsplan geändert. Die noch ausstehenden, im Geschäftsjahr 2005 ausgegebenen Aktienoptionen sind durch Allianz SE Aktienoptionen auf der Basis des Verhältnisses von 1 Allianz SE Option zu 5,501 RAS Aktienoptionen ersetzt worden. Die ausstehenden 953 000 RAS Aktienoptionen wurden durch 173 241 Allianz SE Optionen ersetzt. Die Allianz SE Aktienoptionen haben ebenfalls eine Sperrfrist von zwei Jahren. Die vorher festgelegten Marktbedingungen wurden durch Ergebnisbedingungen ersetzt, die bereits am Tag der Planänderung erfüllt waren.

Es folgt ein Überblick über die Anzahl und den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis der ausstehenden und der ausübbaren Optionen.

  2011 2010 2009
  Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreise
Anzahl Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
       
Zum 1.1. ausstehend 71 833 93,99 84 920 93,99 117 825 93,99
Gewährt
Ausgeübt
Verfallen –13 087 93,99 –32 905 93,99
Zum 31.12. ausstehend 71 833 93,99 71 833 93,99 84 920 93,99
Zum 31.12. ausübbar 71 833 93,99 71 833 93,99 84 920 93,99

Für das zum 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr betrug der gesamte innere Wert der ausstehenden Aktienoptionen 4 (2010: 4) Mio €.

Die ausstehenden Optionen hatten zum 31. Dezember 2011 einen Ausübungspreis von 93,99 € und eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von einem Monat.

Die Ansprüche auf Übertragung von Aktien der Allianz SE werden durch die Allianz S.p.A. und die ACIF als Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der gesamte Personalaufwand wird über den Zeitwert zum Gewährungsdatum ermittelt und über die Sperrfrist als Aufwand erfasst.

Da alle Aktienoptionspläne ausübbar sind, erfasste der Allianz Konzern für die zum 31. Dezember 2011, 2010 und 2009 endenden Geschäftsjahre keinen Personalaufwand.

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Aktienkaufpläne für Mitarbeiter

Aktien der Allianz SE werden berechtigten Mitarbeitern in 19 Ländern durch den Allianz Konzern zu vergünstigten Konditionen angeboten. Für diese Aktien gelten Haltefristen zwischen einem und fünf Jahren. Die Anzahl der im Rahmen dieser Pläne an Mitarbeiter verkauften Aktien belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 878 233 (2010: 623 412; 2009: 721 740) Stück. Zum 31. Dezember 2011 erfasste der Allianz Konzern einen Personalaufwand in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Marktpreis (Schlusskurs der Allianz SE Aktie im Xetra-Handel am 7. September 2011) und dem vergünstigten Preis der von Mitarbeitern gekauften Aktien von 12 (2010: 10; 2009: 11) Mio €.

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Andere Aktienoptions- und Beteiligungspläne

Der Allianz Konzern verfügt über andere lokale aktienbasierte Vergütungspläne, darunter Aktienoptions- und Mitarbeiterbeteiligungspläne, die jedoch weder einzeln noch zusammengenommen erheblichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben. Die Summe der Aufwendungen für diese Pläne belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 1 (2010: 1; 2009: 2) Mio €.

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